Sallach, im Tal der Kleinen Laber

Schönstes Dorf in Niederbayern 2011

1000-Jahr-Feier
(und danach ...)
 

Noch erhältlich (Restposten):

Kopien der Original-Schenkungsurkunde vom 17.4.1010

Gedenkmedaille zur 1000-Jahr-Feier
aus Feinsilber oder Messing

Foto-DVD mit über
3000 Bilder der 1000-Jahr-Feier

Die neue Sallacher Ortsgeschichte als Fortschreibung der Reindl-Chronik
als 300-seitiges Buch


17. April 1010 - Der historische Hintergrund

Die älteste nachgewiesenen urkundlichen Erwähnung Sallachs:

...monasterio Rattisponensi, quo ibi vocatur Oberenmunester, in honore sancte dei genitricis semperque virginis Marie dedicato ipsa die, quo illud per nos a fundamento perfectum in presentia nostri XV. kal. mai. consecrari fecimus, quandam nostri iuris curtem nomine Salaht in comitatu Ruotperti...per hanc nostram regalem paginam eidem monasterio ad usum et stipendia sanctimonialium inibi deo famulantium integre concessimus atque tradidimus... - MGH DD Heinrich II., Nr. 213, S. 250f.
(Auszug aus Original-Urkunde)

„Als im Jahre 1010, am 17. April, die 1002 abgebrannte Kirche zu Obermünster neu eingeweiht wurde, gab König Heinrich der Heilige den Befehl zum Seelenheil seines Vorgängers Kaiser Otto, und zu seinem und seiner Gattin Kunigunde Seelenheil diese königliche  Hofmark Salath, gelegen in der Grafschaft Ruotperts in Duonochgowe (Donaugau),  dem Kloster zurückzuerstatten...“

Die Urkunde Kaiser Konrads II. vom 20. April 1029 erscheint aufgrund verschiedener Besonderheiten als ausgenommen wichtig für die künftige Geschichte des Klosters. Der Kaiser bestätigt den Stiftsdamen den Besitz des Reichsgutes Sallach im Donaugau und überlässt ihnen als außergewöhnliches Beweismittel das königliche Szepter. Welche Absichten verfolgte der Herrscher mit dieser besonderen Gabe? Zum einen erwartete der Kaiser die Aufnahme seiner Familie in das Gebet der Stiftsdamen, zum anderen beanspruchte er die Fraternität, sowie Präbenden für sich, seine Gemahlin Gisela und den Thronfolger Heinrich III. Es werden ausdrücklich dieselben materiellen Leistungen verlangt, die auch die Stiftsdamen erhalten. Wir haben in dieser Urkunde vielleicht ein Zeugnis für das Königskanonikat vor uns, welches in dieser Form nur für Paderborn und Magdeburg überliefert ist. Die Frage nach einem möglichen Königskanonikat an einem solchen Ort ist nach Boockmann ebenso erklärungsbedürftig wie die Schenkung des Szepters. Der Grund hierfür mag in der kritischen Lage des Stiftes liegen, auf die in der Urkunde ausdrücklich hingewiesen wird. Es heißt, das Gut Sallach sei dem Kloster entfremdet worden und König Heinrich II. habe ihn wieder an das Kloster zurückgegeben. Jedoch sei diese Rückgabe ohne Wirkung geblieben. Erst unter Konrad fand die erfolgreiche Rekuperation des Gutes statt. Man darf nun unzweifelhaft davon ausgehen, dass Obermünster in dieser Zeit zum Reichsstift geworden ist. Trotzdem gibt es keine Urkunde, welche Obermünster den königlichen Schutz verbrieft, wie dies für Niedermünster bereits 1002 unter Heinrich II. geschehen ist. Laut Boockmann handelt es sich hier aber sicherlich nicht um eine Frage der Überlieferung. Wahrscheinlich konnte man sich nicht gegen den Widerstand der Nutznießer der bisherigen Verhältnisse durchsetzen. Eine schriftliche Fixierung des Königsschutzes für Obermünster wird in der Urkunde scheinbar bewusst vermieden, die Übergabe des Szepters und die Präbenden der königlichen Familie in Verbindung mit einer Gebetsverbrüderung sprechen jedoch eine deutliche Sprache. Offenbar wurden hier heute nicht mehr nachvollziehbare Rechtsansprüche Dritter durch diese außergewöhnliche Handlungsweise unterlaufen.


Am Erfolg andere teilhaben lassen
(17.11.10, von Helene Strasser)

Am Mittwochabend trafen sich die Mitglieder des Festausschusses „1000-Jahre Sallach“ zusammen mit Bürgermeister Bernhard Krempl und seiner Amtsleiterin Maria Reicheneder zur vorletzten gemeinsamen Sitzung im Vereinsheim des SV Sallach. Dazu eingeladen war die Kindergartenleiterin Monika Maier, die stellvertr. Ortsbäuerin Cilli Artmann, die Sprecherin des Seniorenkreises Rosa Hien, die Kassenführerin des Sallacher Kirchenchors Sieglinde Scherzer und die Sanitäter der BRK Ortsgruppe Geiselhöring Alex Plank und Thomas Hasenecker. Vorsitzender Wolfgang Bäuml sah die gute Zusammenarbeit im Festausschuss,  den hervorragenden Einsatz aller freiwilligen Helfer und nicht zuletzt das passende und letztlich vorteilhafte  Wetter als die wichtigsten Faktoren für das rund um gelungene Fest zur 1000-jährigen urkundlichen Erwähnung des Dorfes Sallach an. Großes Verdienst daran hatten aber auch, so Bäuml,  die Stadt Geiselhöring und Steuerberater Kurt Platschek. Schon lange waren sich die Festausschussmitglieder darüber einig, auch andere an diesem großartigen Erfolg teilhaben zu lassen. Nachdem  alle örtlichen Vereine ihre Ausgaben zurückerstattet bekommen hatten, war  immer noch ein respektabler Betrag übrig geblieben. Davon sollten nun  diese Institutionen der Dorfgemeinschaft profitieren. Auch Bürgermeister Bernhard Krempl nutzte die Gelegenheit, den Festausschussmitgliedern mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Bäuml große Anerkennung zu zollen. „Noch nie habe ich eine so harmonierende Gemeinschaft, ein solches Maß an Ideenreichtum und Zusammenhalt erlebt“, lauteten seine anerkennenden Worte. Zusammen mit Bäuml nahm er dann die Verteilung der Spendenbriefe an den Sallacher Kirchenchor, den Seniorenkreis, die Landfrauen und BRK-Ortsgruppe Geiselhöring vor. Für den städtischen Kindergarten von Geiselhöring durfte dessen Leiterin Monika Maier den stolzen Betrag von 3.500 € in Empfang nehmen. Sie zeigte sich sehr erfreut über dese großherzige Spende und versprach, das Geld für die Ausstattung des neuen Gymnastikraumes zu verwenden. Anschließend waren alle zu einer kleinen Brotzeit eingeladen.

v. l. Wolfgang Bäuml, 1. Vorsitzender des Festausschusses, Sieglinde Scherzer vom Kirchenchor, Ersthelfer der BRK-Ortsgruppe Alex Plank, Kindergartenleiterin Monika Maier, Sanitäter beim BRK Thomas Hasenecker, stellvertr. Ortsbäuerin Cilli Artmann, Kassier Wolfgang Brand, Leiterin des Seniorenkreises Rosa Hien und Bürgermeister Bernhard Krempl.

Nachfeier zum Fest „1000 Jahre Sallach“ mit „Langer Tafel“
(von Helene Strasser)

Mit einem weiteren Highlight fand das große Fest der 1000-jährigen urkundlichen Erwähnung des Ortsnamens Sallach am Samstagabend seinen Abschluss. Die Verantwortlichen der Vereinsgemeinschaft 1000-Jahre-Sallach hatten sich für die Nachfeier etwas Besonderes einfallen lassen. Sie ließen am Samstagnachmittag die Dorfstraße komplett für den Durchgangsverkehr sperren und arrangierten darauf eine „lange Tafel“. Der gesamte Kirchplatz nebenan wurde für die Verpflegungsstation verwendet. Das Fest nahm um 17.30 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche, an dem sich auch die Fahnenträger der örtlichen Vereine beteiligten, seinen Anfang. Wolfgang Bäuml, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, und Bürgermeister Bernhard Krempl, Schirmherr des Festes, bedankten sich bei allen Helfern und Mitwirkenden des großen Jubiläumsfestes.
Mit einem Dankgottesdienst, den der Kirchenchor und die SV Band mit Chorleiter Manfred Plomer musikalisch gestalteten, wurde die Nachfeier am Samstagabend feierlich eröffnet. Schon am Nachmittag hatten viele fleißige Helfer die Dorfstraße und den Kirchplatz zu einem großen Festplatz umgestaltet, indem sie mit 50 Bierzeltgarnituren  eine lange Tafel vorbereitet und auf dem Kirchplatz eine großzügige Verpflegungsstation für Essens- und Getränkeausgabe eingerichtet hatten. Entlang der zwei Tischreihen waren etwa 100 Gläser mit Kerzen aufgestellt, die bei Einbruch der Dunkelheit den Festplatz und den Gedenkstein der 1000-Jahrfeier als Mittelpunkt romantisch beleuchteten. Wolfgang Bäuml, der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft 1000-Jahre Sallach nahm die Begrüßung der Gäste vor und freute sich besonders über die Anwesenheit von Bayern-1-Moderator Tilmann Schöberl und seiner Frau Manuela Brenzinger, ebenfalls Radio-Moderatorin und Mitglied der Bayern-1-Band. Mit dem Sallacher Lied, getextet von Chorleiter Manfred Plomer, eröffnete der Kirchenchor mit kleiner Band den offiziellen Teil der Nachfeier. Nach einem kurzen Rückblick über die verschiedenen Festlichkeiten zur 1000-Jahrfeier bedankte sich Wolfgang Bäuml in seiner Eigenschaft als Festleiter und Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft bei der gesamten Dorfbevölkerung für die überwältigende Mithilfe beim großen Fest, dessen Höhepunkt unumstritten der einzigartige  Festzug mit den vielen historischen Wägen und Fußgruppen, den Oldtimern und Trachtenvereinen war. Den geschätzten 10.000 Besuchern wird das Fest noch lange in Erinnerung bleiben und sie alle waren voll des Lobes über das Gebotene. “Das gesamte Fest war eine Werbung für unser Dorf und unsere Großgemeinde. Es war herrlich mit anzusehen, welche Ideen und Einsatzbereitschaft beim Aufbau der Festwägen entwickelt und umgesetzt wurden, wie sich das ganze Dorf herausgeputzt und mit welcher Begeisterung die Bevölkerung dieses Festwochenende mitgefeiert hatte“, lauteten die Worte von Wolfgang Bäuml. Dann nutzte er die Gelegenheit vielen Menschen Danke zu sagen für den Einsatz und die Mithilfe bei der Ausrichtung des Festwochenendes. Dabei erinnerte er aber auch an das plötzliche Ableben von Pfarrer Wolfgang Mandl, der nur einen Tag nach dem großen Fest von unserem Schöpfer aus dieser Welt abgerufen worden war. Ihm wurde von den Festbesuchern eine Gedenkminute gewidmet. Bäumls namentlicher Dank galt dann dem BRK Geiselhöring mit Bereitschaftsleiter Martin Schmauser für die Erstellung des Rettungskonzeptes, der FFW Geiselhöring mit 1. Kommandant Matthias Haider für den Absperrdienst, den Fußballern des VfR Laberweinting mit 1. Vorsitzenden Franz Zellmer für das Austragen des Essens, der Bundeswehr Mitterharthausen mit Major Vasen für den Auf- und Abbau der Zuschauertribüne, den Mitarbeitern des Städtischen Bauhofes mit Bauhofleiter Stefan Hierl für die Mithilfe bei der Platzgestaltung, den Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung mit Amtsleiterin Maria Reicheneder und besonders Steuerberater Kurt Platschek für die unentgeltliche fachliche Unterstützung in wirtschaftlichen Angelegenheiten. Großen Dank sprach Bäuml auch Ortsbäuerin Vroni Rothmayr und ihren Landfrauen für die Organisation des riesigen Kuchenbuffets, den Sallacher Landwirten für ihre Maschineneinsätze und das zur Verfügung stellen  der Parkplätze, dem Baggerbetrieb Steimer für die kostenlose Überlassung der Hackschnitzel, dem Sallacher Kirchenchor und der SV Band mit Chorleiter Manfred Plomer für die musikalischen Einsätze, der Familie Anetseder für das zur Verfügung stellen ihres Hofes, der Gärtnerei Krabler für die kostenlosen Blumenarrangements und den vielen Helfern im Festzelt aus. Ebenso dankte er den Näherinnen der Kostüme, den Gestaltern der Festtafeln, des Altares für den Festgottesdienst sowie des Streichelzoos am Festplatz und nicht zuletzt den Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes mit Silvia Scherzer für den Verkauf der Festabzeichen. Ein herzliches Vergelt’s Gott  sagte der Vorsitzende auch allen Spendern des Gedenksteines und vor allem natürlich den Mitgliedern des Festausschusses, die den Handwerkermarkt und das Oldtimer- und Ehemaligentreffen organisiert, die Werbung für die Festzugschrift, den Barbetrieb und die Verpflegungsstationen übernommen hatten. Der namentliche Dank des Festleiters galt nun Schriftführer Otto Strasser, dem neben der Mitgestaltung der Ortschronik auch die umfangreichen Schreibarbeiten im Vorfeld des Festes und in Zusammenarbeit mit seiner Frau das Verfassen der Zeitungsartikel oblag. Ebenso herzlich dankte er dem Schatzmeister Wolfgang Brand, der nicht nur durch seine Schreib- und Gestaltungsarbeiten die Neuauflage der Ortschronik ermöglichte und die präzise Kassenführung übernahm, sondern den Zeltbetrieb managte und mit seinen Helfern das Festbüro in vorbildlicher Weise führte. Zusätzlich hatte er mit seiner Frau Anita den zeitaufwendigen Verkauf der Ortschronik, der Urkunden, Gedenkmedaillen und Foto-DVD’s übernommen. Besonders dankte der Festleiter auch dem Schirmherrn und Bürgermeister Bernhard Krempl, der von Anfang an mit vollem Einsatz hinter den Sallachern stand, vieles erst ermöglichte und zusammen mit seiner Frau Maria gute Repräsentationsarbeit leistete. Eine besondere Ehre war es für Festleiter Bäuml, dem Rundfunkmoderator Tilmann Schöberl und seiner Frau Manuela Brenzinger persönlich für ihren Einsatz in Sallach danken zu können. Der Bayern-1-Moderator hatte dank seiner verwandtschaftlichen Beziehungen zur Familie Haslbeck kostenlos die Moderation des Festzuges übernommen und die Eröffnung des Handwerkermarktes moderierend begleitet. Mit der Überreichung von persönlichen Geschenken ehrte der Festleiter die Vorgenannten und deren Frauen im Namen der Vereinsgemeinschaft in besonderer Weise. Bürgermeister Bernhard Krempl sprach der Vorstandschaft sowie allen Mitgliedern der Vereinsgemeinschaft, allen Verantwortlichen in den Vereinen und Gruppierungen des Dorfes, aber in gleicher Weise auch allen Helfern aus der Bevölkerung großen Dank aus. „Ihr habt mit eurer Mithilfe, eurem Einfallsreichtum und eurem Zusammenhalt ein einmaliges Fest auf die Beine gestellt, das für das Dorf Sallach, genau so aber auch für die gesamte Großgemeinde eine großartige Werbung darstellte. Deshalb bin ich besonders stolz auf Sallach“. Der Grundstein dieses Festes wurde mit der Berufung von Wolfgang Bäuml zum Organisator und Sprecher der Vereinsgemeinschaft gelegt, lobte der Bürgermeister den unermesslichen Einsatz des Festleiters, SV Vorsitzenden  und Stadtrates. Er war der Richtungsweiser, hatte viele Ideen, konnte motivieren und organisieren und behielt stets den Überblick. Bürgermeister Krempl dankte ihm für diese großartige Leistung und überreichte ihm neben einem Erinnerungsteller für die Vereinsgemeinschaft als Geschenk der Stadt auch ein persönliches Geschenk. In humorvoller Weise dankte er Bäuml’s Frau Annemarie, die ihn in allen Belangen unterstützte und oftmals frei zu stellen hatte, aber auch selbst viele Vorbereitungsarbeiten für die Flüchtlingsgruppe übernommen hatte. Als letzte Sprecherin trat Barbara Glöbl ans Mikrofon und dankte im Namen der Sallacher Bevölkerung allen Verantwortlichen der Vereinsgemeinschaft für ihre außergewöhnliche Leistung. Als Ausdruck des Dankes an alle Mitwirkenden und Helfer des Festes waren im Vorfeld des offiziellen Dankes alle Besucher der „Langen Tafel“ zu Speis und Trank, zubereitet von der Metzgerei Stern eingeladen und zu später Stunde präsentierte die Metzgerei Ebner ein Nachspeisenbuffet in Traumschiffmanier, bei dem keine Schlemmerwünsche offen blieben.


Ihnen wurde besonders gedankt: v. l. Wolfgang und Annemarie Bäuml, Bernhard und Maria Krempl, Tilmann Schöberl, Anita und Wolfgang Brand,
Schöberl-Gattin Manuela, sowie Helene und Otto Strasser

Ein Teil des Kirchenchores, der mit dem Sallacher Lied die Nachfeier eröffnete Die lange Tafel auf der Hauptstraße war das Highlight der Nachfeier

Beim Dankgottesdienst zur Nachfeier des Festes „1000-Jahre-Sallach“ konnte Stadtpfarrer Josef Ofenbeck den noch von Pfarrer Wolfgang Mandl bestellten Urlaubsvertreter für Sallach, Pater Werner Mayer begrüßen. Pater Mayer, der in Rom Professor für Assyrologie ist, feierte diesen Gottesdienst in Konzelebration mit Pfarrer Ofenbeck. Die musikalische Gestaltung dieser besonderen Messfeier, der auch die Fahnenträger der örtlichen Vereine beiwohnten, hatte wieder die SV-Band und der Kirchenchor Sallach unter Leitung von Manfred Plomer übernommen. In seiner Predigt ging Stadtpfarrer Ofenbeck auf die 1000 Jahre umspannende Geschichte Sallachs ein. Er gab zu bedenken, dass sich in dieser Zeitspanne vieles ereignet hat und vieles anders geworden ist. Das Dorf erlebte apokalyptische Zeiten und Zeiten des Aufschwungs und Wohlstands. Die Frage danach, was die Kirche über all die Zeiten hinweg für Sallach getan habe und was sie heute und morgen biete, beantwortete er damit, dass das im Wesentlichen das Gleiche geblieben sei, nämlich: das Wort von Gottes leidenschaftlicher Liebe zu den Menschen zu verkünden. Gerade in Zeiten, in denen Ereignisse zu erdrücken drohen, könne die Kirche dem Menschen Trost zusprechen. „Im Namen Jesu kann die Kirche zu allen Zeiten Hoffnung machen“, so der Geistliche. Im Blick auf die Zukunft rief er jedem zu: „An dir liegt es, ob Sallach eine christliche Ortschaft bleibt, in der die Freude an Gott im Gebet und Gottesdienst Ausdruck findet und die Menschen sich in Solidarität und Liebe begegnen.


 


Sallacher 1000-Jahrfeier -  ein Volksfest für die Region
Handwerkermarkt und Festzug waren ein Bilderbuch durch die Geschichte
(von Helene Strasser)

Wie nah Freud und Leid bei einander sein können, musste die Bevölkerung von Sallach am gestrigen Montag hautnah verspüren. Noch am Sonntag hatte BGR Pfarrer Wolfgang Mandl den Festgottesdienst zelebriert und am nächsten Tag verbreitete sich die furchtbare Nachricht von seinem plötzlichen Tod in Regensburg.

Die Eröffnung des historischen Handwerkermarktes zur Sallacher 1000-Jahrfeier, die Bürgermeister Bernhard Krempl am Samstagmittag vollzog, wurde vom Festausschuss mit Festleiter Wolfgang Bäuml an der Spitze bereits in farbenprächtigen historischen Gewändern begleitet. Beim anschließenden gemeinsamen Rundgang verstand es Bayern-1-Moderator Tilmann Schöberl den Handwerkern so manches Geheimnis ihrer Kunst zu entlocken und ihre Erzeugnisse den Besuchern schmackhaft zu machen. Volksfeststimmung herrschte am Festsonntag der 1000-Jahrfeier. Beim Festgottesdienst im Hof der Familie Anetseder kamen Lob und Dank für Gottes Begleitung und Beistand in all den Epochen seit Bestehen des Dorfes zum Ausdruck.  Ein Bilderbuch durch die Geschichte bot am Nachmittag der historische Festzug, den sich annähernd 10 000 Menschen aus Nah und Fern nicht entgehen ließen. Etwa 700 Mitwirkende waren als Fußgruppen, mit Festwägen, als Reiter oder mit Oldtimern von Autos, Traktoren und Motorrädern dabei.

Dem Organisationstalent, Ideenreichtum, Fleiß und dem Zusammenhalt von Festleiter Wolfgang Bäuml, Schirmherrn und Bürgermeister Bernhard Krempl und allen Festausschussmitgliedern ist es zu verdanken, dass Sallach mit seiner 1000-Jahrfeier am Wochenende ein so großartiges Fest feiern konnte. Stellvertretend für die Dorfbevölkerung dankte ihnen die Schwägerin Tilmann Schöberls, Martina Haslbeck bei der Eröffnung des historischen Handwerkermarktes und überreichte eine große, selbst gebackene Torte, die das Gruppenbild des Festausschusses trug. Zahlreiche Aussteller, die ihr historisches Handwerk hobbymäßig oder noch beruflich ausüben, zeigten ihr Können und begeisterten die Besucher mit ihren Erzeugnissen. Nebenbei gab es auch Techniken, bei denen man selbst sein Geschick versuchen konnte, wie zum Beispiel das Stoffdrucken oder das Herstellen eines Linoldruckes. Auch die Erinnerungsmedaille konnte man sich von Vereinsmitgliedern in historischen Kostümen mittels eines Fallhammers prägen lassen. Daneben boten der Plenninger-Festspielverein und eine Römergruppe Einblick in das Lagerleben früherer Epochen. Auch im Armbrustschießen konnten sich die Besucher in der früheren Stockbahn auf einem historischen Schießstand üben. Optimistische Stimmung trotz grauen Himmels herrschte schon am Morgen des Festsonntags beim Sammeln des Festausschusses und der Dorfbewohner. Angeführt von der Festkapelle, den Hirschlinger Musikanten marschierte man durch das Dorf  und wurde mit Böllerschüssen des Kanoniers Heribert Kautnik begleitet. Ab 8 Uhr wurden die eintreffenden Vereine und Gruppen mit Begeisterung im Festzelt begrüßt. Dass beim anschließenden Kirchenzug kaum Zuschauer die Straßen säumte, wunderte niemand, denn die Sallacher waren ja fast ausnahmslos als Beteiligte oder Helfer aktiv. Für den Festgottesdienst stellte Familie Anetseder ihren Hof zur Verfügung, deren breites Hallenüberdach Regenschutz für die Altarbühne und die zahlreichen Fahnenträger bot. Der Kirchenchor unter Leitung von Manfred Plomer gab zusammen mit der SV-Band auf erfrischende Weise der Festmesse den musikalischen Rahmen. Sie wurde von BGR Pfarrer Wolfgang Mandl, Stadtpfarrer Josef Ofenbeck und BGR Pfarrer i.R. Gerhard Betzner mit Assistenz von Diakon Reinhold Röttger in Konzelebration gefeiert. Pfarrer Wolfgang Mandl blickte  in seiner Festpredigt  auf den Glauben   und das Leben der Bevölkerung während der letzten 1000 Jahre zurück. Kaum war das gemeinsam gesungene „Großer Gott wir loben dich“ verklungen, trat Festleiter Wolfgang Bäuml an das Rednerpult und gab einen gerafften Rückblick über die bisherigen Ereignisse des großen Jubiläumsfestes. Dabei betonte er immer wieder den uneingeschränkten Zusammenhalt aller Beteiligten, das harmonische Miteinander der Vereine  und die große Gemeinsamkeit der vielen freiwilligen Helfer bei allen Arbeiten zur Vorbereitung des Festes. Regierungspräsident Heinz Grunwald pries  die natürliche Schönheit des Dorfes Sallach, die schon durch viele Wettbewerbspreise bestätigt wurde. Landrat Alfred Reisinger lobte die Kreativität der Organisatoren und bezeichnete das Dorf Sallach als schmucke, selbstbewusste Ortschaft mit Wir-Gefühl. „Nicht viele Orte in Bayern sind in der glücklichen Lage, dass sie mit einer  urkundlichen Erwähnung ihre lange Geschichte belegen können“, begann Bürgermeister und Schirmherr Bernhard Krempl seine Laudatio über Sallach und die Festvorbereitungen. König Heinrich der Heilige gab Sallach im Jahre 1010 zum Seelenheil seines Vorgängers Kaiser Otto und zu seinem und dem seiner Gattin Kunigunde die Hofmark an das Kloster Obermünster zurück. Krempls besonderer Dank galt dem Festleiter und allen Mitarbeitern im Festausschuss, die stets  harmonisch zusammenarbeiteten. Besonders dankte er auch Wolfgang Brand und Otto Strasser für die Neuüberarbeitung  und Fortschreibung der Sallacher Chronik. „Wenn man darin blättert, wird einem bewusst, mit wie viel Liebe zur Sallacher Geschichte hier gearbeitet wurde“, lobte er ihr Werk. Ein besonders herzliches Vergelt´s Gott des Bürgermeisters galt den Spendern, die den Gedenkstein am Kirchenvorplatz ermöglicht hatten. Damit habe Sallach einen noch schöneren Dorfmittelpunkt erhalten. Nach dem Mittagessen sprach auch Bundestagsabgeordneter Ernst Hinsken ein Grußwort und lobte ebenfalls den großen Zusammenhalt der Bevölkerung Sallachs. Mit einer kleinen Verspätung begann am Nachmittag der mit großer Spannung erwartete historische Festumzug. Auf vielen Themenwägen wurden bedeutsame Ereignisse der Dorfgeschichte dargestellt. Alle Vereine Sallachs, jeder Ortsteil Geiselhörings, die Stadt selbst und die Nachbargemeinden Laberweinting und Mallersdorf waren mit Motivwägen oder einer vielköpfigen Fußgruppe vertreten. Gerade die Dörfer gaben einen umfassenden Einblick in das Dorfleben früherer Zeiten. Die Marschmusik  der sechs verpflichteten Musikkapellen – Hirschlinger Musikanten, Stadtkapelle Geiselhöring, Weintinger Spielmannsgilde, Grafentraubacher Bläser, Freies  Fanfarenkorps Straubing, und Oberschneidinger Spielmannszug -  erfreute die in dichten Reihen stehenden Zuschauer. Zusätzliche Farbtupfer waren die Trachtenvereine aus Sünching, Bogen, Schwarzach und Straubing, die Trachtengruppe des Bayerischen Waldvereins, die Gruppe der Schierlinger Gennßhenkher, die Straubinger Armbrustschützen, die Gruppen der Römer und der Jäger, die Landfrauengruppe des Landkreises SR, und der Verein der Zimmerer, vor allem aber die kleine Abteilung des Königl. Bayer. 2. Chevauleger Reg. Taxis. Gelungen waren auch die Festwägen der Sallacher Bauernfamilien, sowie die Fußgruppe der Metzgerei Stern. Den Abschluss des über zwei Kilometer langen Festzuges bildeten mehr als 50 Oldtimerfahrzeuge aus der gesamten Umgebung, darunter besonders viele Lanzbulldogs mit ihrem markanten Motorenklang, aber auch Pkws und Motorräder der örtlichen Autohäuser. Für diesen Festzug, der sich wie ein Bilderbuch durch die Geschichte des Dorfes betrachten ließ, lieferten die beiden Kommentatoren Tilmann Schöberl und Otto Strasser von ihrem Hochsitz gegenüber der großen Zuschauertribüne  sachkundige und unterhaltsame Erklärungen und Hintergrundinformationen zu allen vorbeiziehenden Wägen, Fußgruppen und Oldtimerfahrzeugen. In der Zugfestschrift konnten sich die begeisterten Zuschauer  zusätzlich informieren. So war das einstimmige Urteil aller Beteiligten und der Zuschauer : „So etwas hat Sallach, aber auch der weite Umkreis noch nicht gesehen".

Offizielle Markteröffnung (mit Bgm. Krempl und Tilmann Schöberl, re.) Die Bayern-1-Band am Samstag-Abend (Super Stimmung!!)
Festgottesdienst im Anetseder-Hof  
Pfarrer Mandl (Mitte), mit Cozelebranten Röttger, Ofenbeck und Betzner (v.li.) Die historische Festmusik "Amrun"
Der Festleiter Wolfgang Bäuml Schirmherr und Bürgermeister Bernhard Krempl mit Gattin
Festausschuss Ehrengäste
Die Kelten Die Urkundenüberreichung von König Heinrich II.
Freiherr von Wolfwisen, Schloßherr von Sallach und Retter Straubings 1842 Die Brandleider von 1874
Flüchtlingstrek 1945 Schule früher (KLJB)
Historischer Dreschwagen Oldtimer mit Dampfmaschine

17.04.10:  Historischer Abend zum Jubiläum mit Festgottesdienst und Festabend

Dass bei einem so einmaligen Fest wie der 1000-Jahrfeier des Dorfes der erste Dank Gott als dem Schöpfer allen Lebens sowie als Begleiter und Kraftspender in Freuden und Nöten über unzählige Generationen hinweg galt, zeigte die überaus große Teilnahme am Gedenkgottesdienst zu diesem historischen Ereignis. Bischöflich Geistlicher Rat, Pfarrer Wolfgang Mandl, der diesen Festgottesdienst zelebrierte, legte seiner Predigt eine Frage aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry zugrunde, worin der kleine Prinz einen Weichensteller fragt: „Wohin fahren die vielen Züge?“ und dieser antwortet: er stelle nur die Weichen und wisse nichts von den Zielen der Reisenden. Ebenso wisse man heute kaum etwas über die Wege und Ziele der Menschen, die in den vergangenen 1000 Jahren in diesem Ort gelebt haben. Sicher ist, dass es in dieser langen Zeit Zufriedenheit und Reibereien unter den Menschen sowie Sorgen und Nöte gab. Zwischen Obrigkeit und Unfreien sowie zwischen großen Bauern und Tagelöhnern war über Jahrhunderte hinweg herrschen und beherrscht werden eine Selbstverständlichkeit. So wurde vor 1000 Jahren der Ort Sallach an das Stift Obermünster verschenkt. Abschließend stellte Pfarrer Mandl die Frage: „Wissen wir heute, wohin wir wollen und wohin wir gehören?“ Begleitet von Orgelmusik und Trompetenklang gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Manfred Plomer die Festmesse mit Teilen von Messkompositionen der gebürtigen Sallacher aus dem 18. Jahrhundert: Pater Hugo Rernpöck und Vitus Kerl. Nach dem Gottesdienst formierte sich ein langer Zug der Festgäste, angeführt von den Transparentträgern und Musikern, dem Schirmherrn und Festausschussmitgliedern, Ehrengästen und Fahnenabordnungen, der über die Hauptstraße zum Sportheim führte. Dort konnte der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft 1000-Jahre-Sallach Wolfgang Bäuml die große Festgemeinde willkommen heißen. Wenn man versucht, den Zeitraum von 1000 Jahren zu begreifen, denkt man darüber nach, wie viele Generationen hier vor uns gelebt haben, welche freudigen Ereignisse aber auch schweren Schicksale die Bewohner in den vergangenen 1000 Jahren erlebt haben und wie sich das Ganze vom Landschaftsbild her verändert hat, so der Sprecher. Da Sallach sich Dank der Urkundenfindung durch Rudolf Brandl in der glücklichen Lage befindet, dass sein mindestens 1000jähriges Bestehen dokumentiert ist, machte man sich Gedanken darüber, wie dieser große Geburtstag gefeiert werden könnte, erzählte Vorsitzender Bäuml weiter und informierte über die Gründung des Festausschusses sowie über die umfangreiche Planungsgeschichte des Festes und die bereits stattgefundenen Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr. Dabei dankte er allen Festausschussmitgliedern und vor allem auch Bürgermeister Krempl, der sich als Schirmherr zusammen mit Geschäftsführerin Maria Reicheneder und den Bediensteten der Stadtverwaltung für das Gelingen des Festes stark macht. Mittlerweile ist die Vorfreude auch auf die Dorfbevölkerung übergesprungen, was der Eifer in Bezug auf Verschönerung der Häuser und Gehöfte aber auch die Beteiligung bei den Vorbereitungen des Festes selbst beweist. Aufgrund dessen könne man davon ausgehen, dass das Dorf Sallach mit dem Festwochenende ein unvergessliches Fest für die gesamte Region auf die Beine stellen wird.
In seinem Grußwort betonte Schirmherr und Bürgermeister Bernhard Krempl, dass Sallach durch die 1000-Jahrfeier die symbolische Verbundenheit mit der Geschichte und Tradition, aber auch ungebrochene Lebenskraft zeigt. Denn Sallach kann auf eine sehr lange wechselvolle Geschichte zurück blicken, in der Generationen von Menschen über Jahrhunderte hinweg den Ort formten und sich mit ihm verbunden fühlten und fühlen. Dass die Dorfgemeinschaft starke Arbeit zu leisten und wichtige Ziele zu verfolgen und auch zu erreichen vermag, bewiesen die Sallacher schon des Öfteren. Vor allem in den letzten Monaten der Vorbereitungen auf die große Feier wurde das wieder deutlich. Dafür galt der Dank des Schirmherrn der Vereinsgemeinschaft mit Wolfgang Bäuml an der Spitze, aber auch allen Beteiligten. Mit der Aufforderung, den Blick weiterhin in die Zukunft zu richten und mit Entschlossenheit und Willenskraft Probleme gemeinsam anzugehen, damit auch den folgenden Generationen ein liebens- und lebenswerter Ort erhalten bleibe, und dem Wunsch für ein schönes Fest und erlebnisreiche Tage leitete er auf das Hauptreferat des Abends über.
In akribischer Kleinarbeit hatte Elisabeth Plomer, die als junge Gymnasiallehrerin in Mühldorf am Inn Deutsch und Geschichte lehrt, einen Festvortrag über die Geschichte ihres Heimatortes ausgearbeitet, aus dem sie auf interessante Weise über Umstände, Hintergründe und Zusammenhänge berichtete. Die prachtvolle Urkunde vom 17. April 1010 war der Ausgangspunkt ihres Vortrages. Sie beinhaltet eine Schenkung König Heinrichs II. an das Stift Obermünster in Regensburg, in der er den Hof Salath, in der Grafschaft des Grafen Rupert im Donaugau, verschenkte. Da der Ortsname althochdeutsche Wurzeln hat, liegt nahe, dass der Name Sallach wohl auch älter als die Urkunde ist. Er bedeuter wohl „Ort, wo es Salweiden gibt“, was bedingt durch die Lage an der kleinen Laber, einsichtig erscheint. Über die Motive der Schenkung König Heinrichs ist bekannt, dass er damit für seinen Vorgänger Otto III. und für sich selbst und seine Gemahlin Kunigunde das Seelenheil erwirken wollte. Denn die Hauptaufgabe von Kanonikern bzw. Kanonissen war – vereinfacht formuliert – das Gebet für das Seelenheil von bestimmten Personen, die dafür kräftig an das Stift spendeten. Heinrich beteiligte sich in diesem Zusammenhang auch großzügig am Neubau der 1002 abgebrannten Kirche. Zu den Feierlichkeiten anlässlich der Weihe der neuen Stiftskirche  am 17. April 1010 überreichte er als stattliches Kirchweihgeschenk das Gut mit dem Namen Salaht mit all dem, was dazu gehört. Das heißt mit Höfen, Hausgenossen beiderlei Geschlechts, mit Land, Gebäuden, Feldern, Wiesen, Weiden, Wäldern, Jagden, Gewässern und Wasserrechten, Fischereirechten, Mühlen, Wegerechten, Wegen und unwegsamem Gelände, jetzigem und zukünftigem Weideland, mit allen Besitztümern, die auf irgendeine Weise als nützlich angegeben oder benannt werden können. Die Äbtissin des Stiftes durfte in Zukunft über diesen Besitz frei verfügen. Elisabeth Plomer konnte weiterhin auch belegen, dass lange vor der Ausstellung der Urkunde von 1010 in Sallach Besiedlung vorhanden war. Erste Siedlungsspuren im Tal der Kleinen Laber und damit im Umfeld von Sallach sind bereits für ca. 7500 vor Christus nachweisbar. Hierüber wird in einem Beitrag des Kreisarchäologen Dr. Ludwig Husty in der neuen Ortschronik aufschlussreich berichtet. Auch aus den Jahrhunderten nach der Schenkung  bis zur Neuzeit verstand es die junge Lehrerin, über Besitzverhältnisse, Gerichtsbarkeit, politische und wirtschaftliche Gegebenheiten Sallachs in interessanter Weise Aufschluss zu geben. Sie empfahl, bei weiterem Interesse in der neuen Ortschronik nachzulesen, in der die „Reindl-Chronik“ wieder gegeben ist. Auch die Betroffenheit Sallachs im zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit sprach die Referentin noch kurz an und verwies auf die entsprechenden Kapitel der neu erstellten Chronik.
In den kurzen Pausen nach den Wortbeiträgen verstand es die „Masblusik“ unter Leitung von Ulrich Goß, mit zünftiger Blasmusik aufzulockern. Ebenso sorgte der Kirchenchor Sallach unter Leitung von Manfred Plomer mit den von ihm gedichteten Liedern „1000 Jahre Sallach“ und dem Lied über das Jubiläumsbier für Stimmung in den Pausen. 
Mit Spannung erwartet wurde von den vielen Festgästen die schon so oft gepriesene neue Chronik die die Autoren Wolfgang Brand und Otto Strasser nun vorstellten. Hierbei unterrichtete Wolfgang Brand über die Motivation und Ziele der Autoren sowie über die technischen Abläufe und Schwierigkeiten bei der Erstellung dieses 303 Seiten umfassenden Buches im DIN A 4 Format. Dabei stellte er die einzelnen Kapitel in einer Power-Point-Präsentation vor. Mit ihm abwechselnd berichtete Otto Strasser über die vielen Mithelfer, auf deren Forschungsarbeit bzw. Aufzeichnungen man dankenswerter Weise zurückgreifen konnte. So konnte man durch neueste Forschungserkenntnisse des Kreisarchäologen Dr. Ludwig Husty dessen Beitrag über die Sallacher Frühgeschichte die Reindl-Chronik ergänzen. Weitere wertvolle Beiträge haben Hobby-Chronist Ludwig Altmann, Chorleiter Manfred Plomer, dessen Tochter Elisabeth Plomer, Eduard Hien und Manfred Rossa als Zeitzeugen über die Kriegs- und Nachkriegsjahre und Alois Hauner mit einem Gedicht geleistet.  Recherchen über Schule und Gemeinde konnte man über das Sitzungsbuch der früher selbstständigen Gemeinde Sallach einholen. Die Chroniken der örtlichen Vereine,   sowie das eigene kleine Zeitungsarchiv waren weitere Fundstellen der monatelangen Forschungsarbeit. So ist nach der umfangreichen Reindl-Chronik die Zeit des  II. Weltkrieges und der Nachkriegszeit angeschlossen. Weitere Kapitel gelten der Gemeinde, der Schule, den Pfarrherren, der Kirchengemeinde und der Kirchenmusik. Über Kunsthistorisches in Sallach und die Sallacher Vereine, Geschäfte und Betriebe berichten weitere Kapitel ehe das neue Buch zur Sallacher Ortsgeschichte mit den Berichten über die Vorbereitungen zur 1000-Jahr-Feier endet. Das Buch, das in einer professionellen Buchdruckerei entstand, und dessen Vorder- und Rückseite mit ansprechenden farbigen Luftaufnahmen aus Sallach präsentiert wird, kostet 20 € und ist sicher noch für nachfolgende Generationen ein wertvoller Schatz, waren sich die beiden Autoren einig. Wie erwartet, war der Ansturm der Interessenten auf die Erstausgabe sehr groß, so dass sich die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit wohl gelohnt haben mag.
Bevor nun Wolfgang Bäuml als Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft den Festabend beschließen konnte, gab er noch umgangreiche Informationen über Planung, Ablauf, Anmeldungen, Parkmöglichkeiten, verkehrstechnische Gegebenheiten und den Bedarf an Helfern bei dem zu erwartenden Arbeitsaufwand  für das vom 18. bis 20. Juni geplante große Jubiläumsfest. Abschließend rief er alle Dorfbewohner auf, nach ihren Möglichkeiten kräftig mitzuhelfen, damit dieses einmalige Fest gut gelingen könne.

BGR Pfarrer Wolfgang Mandl zelebrierte den Festgottesdienst im Beisein der  Fahnenabordnungen

Blick in die Festgesellschaft mit Schirmherrn Bürgermeister Bernhard Krempl im Vordergrund.

    

Vorsitzender und Kassier der Vereinsgemeinschaft Wolfgang Bäuml und
Wolfgang Brand danken der Festrednerin Elisabeth Plomer

Die beiden Chronisten Otto Strasser und Wolfgang Brand stellen ihr Werk vor


14.04.10: Erfahrene Persönlichkeiten im Festausschuss vereint

Das alte Sprichwort „Große Feste werfen ihre Schatten voraus“ hat sich im Vorfeld der 1000-Jahrfeier des Ortes Sallach wieder einmal bewahrheitet. Aus privatem, geschichtlichem Interesse hatte sich Rudolf Brandl mit der Ortsgeschichte Sallachs beschäftigt und nachgeforscht, wieweit sie sich zurück verfolgen lässt. So ist er im Rahmen seiner umfangreichen Recherchen auf die Schenkungsurkunde vom 17. April 1010 gestoßen, auf der das „Koenigsgut Salaht“ erstmalig urkundlich benannt wurde. Je mehr nun das Jahr 2010 nahte, desto mehr konnte er Mitbürger wie den Rektor und Chorleiter Manfred Plomer, den Betreuer der Sallacher Homepage Wolfgang Brand und den Chronisten Otto Strasser überzeugen, dass es wert ist, dieses denkwürdige Datum gebührend zu feiern. Im kleinen Kreis machten sich die Männer bereits Ende 2008 Gedanken darüber, in welchem Rahmen diese 1000-Jahrfeier stattfinden könnte. Schnell waren sie sich darüber einig, dass für die Planung ein Festausschuss gegründet werden müsse und es wurden die drei örtlichen Stadträte, sowie alle Vorsitzenden der örtlichen Vereine aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Nach anfänglichen Bedenken, dass die Vereine eventuell auf den hohen Vorbereitungskosten sitzen bleiben würden, falls nach dem Fest ein Defizit bleiben sollte, wurde die Stadt Geiselhöring in die Beratungen mit einbezogen. Bürgermeister Bernhard Krempl fand schnell Mittel und Wege, dieses Risiko für die Vereine zu minimieren. Aufgrund dessen konnte dann die Vereisgemeinschaft „1000 Jahre Sallach“ gegründet werden. Seit dem Frühjahr 2009 arbeitet nun der Festausschuss dieser Vereinsgemeinschaft, dem der Stadtrat und SV-Vorsitzende Wolfgang Bäuml vorsteht, intensiv an der Vorbereitung dieses großen Festes. Als festes Mitglied gehört ihm seither auch Bürgermeister Krempl an, der dem Wunsch der Sallacher gerne nachkam, die Schirmherrschaft hierfür zu übernehmen. Für die Vorbereitung eines großen Ehemaligentreffens, das im Rahmen der Jubiläumsfeier ebenfalls stattfindet, konnten zusätzlich Theo Speiseder, Erich Scherzer und Karl Hasenecker in den Festausschuss mit einbezogen werden, dem dadurch insgesamt 20 Mitglieder angehörten. Mit dem großen Festabend am Samstag, den 17. April, der um 17.30 Uhr mit einem Festgottesdienst beginnt und anschließend im Sportheim seine Fortsetzung findet, wird ein erster großer Höhepunkt des Festes gefeiert, in den sich alle Dorfbewohner und Liebhaber des Dorfes mit einbezogen fühlen können.

Der Festausschuss der Vereinsgemeinschaft 1000 Jahre Sallach (sitzend v. links):
KLJB- Vorsitzende Christiane Krabler, KDFB-Vorsitzende Silvia Scherzer, OGV-Vorsitzende Waltraud Korber, Ortsbäuerin Vroni Rothmayr, Geschäftsleiterin der Stadt Geiselhöring Maria Reicheneder, OGV-Ehrenvorsitzender Theo Speiseder
(stehend) Chronist Otto Strasser, Stadtrat Harald Stern, Homepage-Betreuer und Chronist Wolfgang Brand, FFW-Vorsitzender Christian Strasser, Kirchenmusiker und Chorleiter Manfred Plomer, KSK-Vorsitzender Helmut Daffner, Stadtrat Hans Bauer, stellvertretender Vorsitzender der Fischerfreunde Sallach Franz Winter, BGZ-Vorsitzender Thomas Speisder,
Ehemaligenausschussmitglieder Karl Hasenecker und Erich Scherzer, Entdecker der Schenkungsurkunde Rudolf Brandl, Bürgermeister und Schirmherr Bernhard Krempl, sowie der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft und Stadtrat Wolfgang Bäuml.
(nicht auf dem Bild: EHC-Vorstand Michael Heigl)


12.02.10:  Übergabe der ersten neuen Sallacher Chronik an Bürgermeister Krempl

Nicht jede Ortschaft, vor allem nicht jedes Dorf befindet sich in der glücklichen Lage, eine eigene Ortschronik zu besitzen. Für Sallach trifft das jedenfalls zu, denn dank seines früheren Pfarrers Josef Reindl hat es eine eigene Chronik. Diese endet aber in den 30-er Jahren. Nun wagten sich Diplom Betriebswirt Wolfgang Brand und Konrektor Otto Strasser in unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit an die nicht einfache Aufgabe, diese Reindl-Chronik neu zu fassen, bis in die heutige Zeit weiter zu verfassen und beides in einer neuen Ausgabe zu vereinigen. Seit einigen Tagen ist das neue Werk nun fertig gestellt. Es war für beide Chronisten eine Selbstverständlichkeit, ihr Buch dem 1. Bürgermeister der Stadt Geiselhöring, Bernhard Krempl, offiziell zu übergeben. Der Bürgermeister war in dieses Vorhaben zwar schon länger eingeweiht, war aber doch hoch erfreut und voll des Lobes über das ihm vorgestellte Ergebnis. „Eine Chronik ist immer ein wertvoller Schatz für einen Ort, der im Lauf der Jahre immer noch an Zuwachs gewinnt. Dafür verdient ihr beide meine Hochachtung und meinen großen Dank“, lauteten die anerkennenden Worte des Stadtoberhauptes. In geselliger Runde schmökerten die drei eine ganze Zeit lang in dem neuen Werk, wobei die Autoren natürlich den Bürgermeister auf besonders interessante Themen und Passagen aufmerksam machten.
Anlässlich der Jubiläums-Veranstaltung zur 1000-jährigen urkundlichen Erwähnung des Ortes Sallach am kommenden Samstag wird die neue Chronik der Sallacher Bevölkerung vorgestellt und erstmals zum Kauf angeboten. Die Autoren Brand und Strasser freuen sich besonders darüber, dass bereits über 150 Vorbestellungen aus der Bevölkerung vorliegen. Bei den großen Festtagen vom 18. bis 20. Juni, zu dem auch alle ehemaligen Sallacher eingeladen wurden, erhofft man sich einen weiteren Ansturm auf die neue Chronik.


Voll des Lobes war Bürgermeister Bernhard Krempl über das große Werk der beiden Chronisten Wolfgang Brand (r.) und Otto Strasser (l.)


27.12.09:  Offizielle Vorstellung des Jubiläumsbieres

Am Sonntag Abend traf sich der Festausschuss der 1000-Jahre-Sallach-Feier, zusammen mit Bürgermeister Krempl , Pfarrer Wolfgang Mandl und Günther Erl zur offiziellen Verköstigung des von der Brauerei Erl eigens für die 1000-Jahrfeier von Sallach gebrauten Jubiläumsbieres. Seit einer Woche ist das Bier an allen bekannten Verkaufsstellen zu haben und wurde schon kräftig gekostet und als sehr gut befunden. Nun war es Zeit, verbunden mit einer kleinen Brotzeit, das Bier den Festausschussmitgliedern vorzustellen und den Werdegang Revue passieren zu lassen. Nach den einführenden Worten von Ausschussvorsitzenden Wolfgang Bäuml dankte Günther Erl für das Vertrauen, für die kommende Feier das Bier liefern zu dürfen. Der Gedanke, ein eigenes Sallacher Jubiläumsbier zu brauen, wurde vor einem Jahr in einer kleinen Gesprächsrunde geboren und nachdem von Wolfgang Brand die Etiketten entworfen worden waren, schnell in die Tat umgesetzt. Der aktuelle Sud wurde vor ca. 3 Monaten gebraut und hatte bis jetzt Zeit zu reifen. Basis für das Bier war die Rezeptur eines hellen Exportbieres mit Zusatz von dunklerem Malz, so dass ein goldgelbes bis leicht bräunliches „Extra-Hell“ entstand. Von den ca. 150 hl wurden vor kurzem 25 hl in Flaschen abgefüllt und an die Vertriebsstellen verteilt. Sollte Bedarf bestehen, werde noch ein weiterer Sud angesetzt, so Günther Erl. Bürgermeister Bernhard Krempl dankte der Brauerei Erl für das Bier und betonte, dass er sich auf das kommende Fest freue, zumal das bisher schon geleistete Zuversicht auf ein gutes Gelingen gäbe. Er verwies auch auf den Gedenkstein, den man auf dem Kirchplatz errichten wolle und von dem er ein Modell mitgebracht hatte. Man war sich einig, dass man mit dieser Variante eine gute Entscheidung getroffen hatte. Die Finanzierung dieses Gedenksteines, der an die 1000-Jahr-Feier erinnern soll, aber auch die Namen von Chronist Pfarrer Reindl und Komponist Pater Hugo Rernpöck tragen wird, geschieht allein über Spenden, die an ihn gerichtet werden können. Bei Beträgen ab 500,- Euro werden die Spendernamen in einer zusätzlichen Bronzetafel am Steinsockel verewigt.

Festausschuss mit Bgm. Krempl (links) beim Prosit Der Festausschuss mit Pfarrer Mandl, Bgm. Krempl und Günther Erl waren zufrieden
 
Das von Wolfgang Brand entworfene Ettikett  

 

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