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Noch erhältlich (Restposten):
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Kopien der
Original-Schenkungsurkunde vom 17.4.1010 |
Gedenkmedaille zur
1000-Jahr-Feier
aus Feinsilber oder Messing |
Foto-DVD mit über
3000 Bilder der 1000-Jahr-Feier |
Die neue Sallacher
Ortsgeschichte als Fortschreibung der Reindl-Chronik
als 300-seitiges Buch |
17. April 1010 - Der historische
Hintergrund
Die älteste nachgewiesenen urkundlichen Erwähnung
Sallachs:
...monasterio
Rattisponensi,
quo ibi vocatur Oberenmunester, in honore sancte dei genitricis semperque
virginis Marie dedicato ipsa die, quo illud per nos a fundamento perfectum in
presentia nostri XV. kal. mai. consecrari fecimus, quandam nostri iuris curtem
nomine Salaht in comitatu Ruotperti...per hanc nostram regalem paginam eidem monasterio ad
usum et stipendia sanctimonialium inibi deo famulantium integre concessimus
atque tradidimus... - MGH DD Heinrich II., Nr. 213, S. 250f.
(Auszug aus Original-Urkunde)
„Als im Jahre 1010, am
17. April, die 1002 abgebrannte Kirche zu Obermünster neu eingeweiht
wurde, gab König Heinrich der Heilige den Befehl zum Seelenheil seines
Vorgängers Kaiser Otto, und zu seinem und seiner Gattin Kunigunde
Seelenheil diese königliche Hofmark Salath, gelegen in der Grafschaft
Ruotperts in Duonochgowe (Donaugau), dem Kloster zurückzuerstatten...“
Die Urkunde Kaiser Konrads II. vom 20. April 1029 erscheint
aufgrund verschiedener Besonderheiten als ausgenommen wichtig für die künftige
Geschichte des Klosters. Der Kaiser bestätigt den Stiftsdamen den Besitz des
Reichsgutes Sallach im Donaugau und überlässt ihnen als außergewöhnliches
Beweismittel das königliche Szepter. Welche Absichten verfolgte der Herrscher
mit dieser besonderen Gabe? Zum einen erwartete der Kaiser die Aufnahme seiner
Familie in das Gebet der Stiftsdamen, zum anderen beanspruchte er die
Fraternität, sowie Präbenden für sich, seine Gemahlin Gisela und den Thronfolger
Heinrich III. Es werden ausdrücklich dieselben materiellen Leistungen verlangt,
die auch die Stiftsdamen erhalten. Wir haben in dieser Urkunde vielleicht ein
Zeugnis für das Königskanonikat vor uns, welches in dieser Form nur für
Paderborn und Magdeburg überliefert ist. Die Frage nach einem möglichen
Königskanonikat an einem solchen Ort ist nach Boockmann ebenso
erklärungsbedürftig wie die Schenkung des Szepters. Der Grund hierfür mag in der
kritischen Lage des Stiftes liegen, auf die in der Urkunde ausdrücklich
hingewiesen wird. Es heißt, das Gut Sallach sei dem Kloster entfremdet worden
und König Heinrich II. habe ihn wieder an das Kloster zurückgegeben. Jedoch sei
diese Rückgabe ohne Wirkung geblieben. Erst unter Konrad fand die erfolgreiche Rekuperation des Gutes statt. Man darf nun unzweifelhaft davon ausgehen, dass
Obermünster in dieser Zeit zum Reichsstift geworden ist. Trotzdem gibt es keine
Urkunde, welche Obermünster den königlichen Schutz verbrieft, wie dies für
Niedermünster bereits 1002 unter Heinrich II. geschehen ist. Laut Boockmann
handelt es sich hier aber sicherlich nicht um eine Frage der Überlieferung.
Wahrscheinlich konnte man sich nicht gegen den Widerstand der Nutznießer der
bisherigen Verhältnisse durchsetzen. Eine schriftliche Fixierung des
Königsschutzes für Obermünster wird in der Urkunde scheinbar bewusst vermieden,
die Übergabe des Szepters und die Präbenden der königlichen Familie in
Verbindung mit einer Gebetsverbrüderung sprechen jedoch eine deutliche Sprache.
Offenbar wurden hier heute nicht mehr nachvollziehbare Rechtsansprüche Dritter
durch diese außergewöhnliche Handlungsweise unterlaufen.
Am Erfolg andere
teilhaben lassen
(17.11.10,
von Helene Strasser)
Am Mittwochabend
trafen sich die Mitglieder des Festausschusses „1000-Jahre Sallach“ zusammen mit
Bürgermeister Bernhard Krempl und seiner Amtsleiterin Maria Reicheneder zur
vorletzten gemeinsamen Sitzung im Vereinsheim des SV Sallach. Dazu eingeladen
war die Kindergartenleiterin Monika Maier, die stellvertr. Ortsbäuerin Cilli
Artmann, die Sprecherin des Seniorenkreises Rosa Hien, die Kassenführerin des
Sallacher Kirchenchors Sieglinde Scherzer und die Sanitäter der BRK Ortsgruppe
Geiselhöring Alex Plank und Thomas Hasenecker. Vorsitzender Wolfgang Bäuml sah
die gute Zusammenarbeit im Festausschuss, den hervorragenden Einsatz aller
freiwilligen Helfer und nicht zuletzt das passende und letztlich vorteilhafte
Wetter als die wichtigsten Faktoren für das rund um gelungene Fest zur
1000-jährigen urkundlichen Erwähnung des Dorfes Sallach an. Großes Verdienst
daran hatten aber auch, so Bäuml, die Stadt Geiselhöring und Steuerberater Kurt
Platschek. Schon lange waren sich die Festausschussmitglieder darüber einig,
auch andere an diesem großartigen Erfolg teilhaben zu lassen. Nachdem alle
örtlichen Vereine ihre Ausgaben zurückerstattet bekommen hatten, war immer noch
ein respektabler Betrag übrig geblieben. Davon sollten nun diese Institutionen
der Dorfgemeinschaft profitieren. Auch Bürgermeister Bernhard Krempl nutzte die
Gelegenheit, den Festausschussmitgliedern mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Bäuml
große Anerkennung zu zollen. „Noch nie habe ich eine so harmonierende
Gemeinschaft, ein solches Maß an Ideenreichtum und Zusammenhalt erlebt“,
lauteten seine anerkennenden Worte. Zusammen mit Bäuml nahm er dann die
Verteilung der Spendenbriefe an den Sallacher Kirchenchor, den Seniorenkreis,
die Landfrauen und BRK-Ortsgruppe Geiselhöring vor. Für den städtischen
Kindergarten von Geiselhöring durfte dessen Leiterin Monika Maier den stolzen
Betrag von 3.500 € in Empfang nehmen. Sie zeigte sich sehr erfreut über dese
großherzige Spende und versprach, das Geld für die Ausstattung des neuen
Gymnastikraumes zu verwenden. Anschließend waren alle zu einer kleinen Brotzeit
eingeladen.
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v. l.
Wolfgang Bäuml, 1. Vorsitzender des Festausschusses, Sieglinde Scherzer
vom Kirchenchor, Ersthelfer der BRK-Ortsgruppe Alex Plank,
Kindergartenleiterin Monika Maier, Sanitäter beim BRK Thomas Hasenecker,
stellvertr. Ortsbäuerin Cilli Artmann, Kassier Wolfgang Brand, Leiterin
des Seniorenkreises Rosa Hien und Bürgermeister Bernhard Krempl.
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Nachfeier zum Fest „1000 Jahre Sallach“ mit
„Langer Tafel“
(von Helene Strasser)
Mit einem weiteren Highlight fand das große Fest
der 1000-jährigen urkundlichen Erwähnung des Ortsnamens Sallach am Samstagabend
seinen Abschluss. Die Verantwortlichen der Vereinsgemeinschaft
1000-Jahre-Sallach hatten sich für die Nachfeier etwas Besonderes einfallen
lassen. Sie ließen am Samstagnachmittag die Dorfstraße komplett für den
Durchgangsverkehr sperren und arrangierten darauf eine „lange Tafel“. Der
gesamte Kirchplatz nebenan wurde für die Verpflegungsstation verwendet. Das Fest
nahm um 17.30 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche, an dem sich
auch die Fahnenträger der örtlichen Vereine beteiligten, seinen Anfang. Wolfgang
Bäuml, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, und Bürgermeister Bernhard Krempl,
Schirmherr des Festes, bedankten sich bei allen Helfern und Mitwirkenden des
großen Jubiläumsfestes.
Mit einem Dankgottesdienst, den der Kirchenchor und
die SV Band mit Chorleiter Manfred Plomer musikalisch gestalteten, wurde die
Nachfeier am Samstagabend feierlich eröffnet. Schon am Nachmittag hatten viele
fleißige Helfer die Dorfstraße und den Kirchplatz zu einem großen Festplatz
umgestaltet, indem sie mit 50 Bierzeltgarnituren eine lange Tafel vorbereitet
und auf dem Kirchplatz eine großzügige Verpflegungsstation für Essens- und
Getränkeausgabe eingerichtet hatten. Entlang der zwei Tischreihen waren etwa 100
Gläser mit Kerzen aufgestellt, die bei Einbruch der Dunkelheit den Festplatz und
den Gedenkstein der 1000-Jahrfeier als Mittelpunkt romantisch beleuchteten.
Wolfgang Bäuml, der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft 1000-Jahre Sallach nahm
die Begrüßung der Gäste vor und freute sich besonders über die Anwesenheit von
Bayern-1-Moderator Tilmann Schöberl und seiner Frau Manuela Brenzinger,
ebenfalls Radio-Moderatorin und Mitglied der Bayern-1-Band. Mit dem Sallacher
Lied, getextet von Chorleiter Manfred Plomer, eröffnete der Kirchenchor mit
kleiner Band den offiziellen Teil der Nachfeier. Nach einem kurzen Rückblick
über die verschiedenen Festlichkeiten zur 1000-Jahrfeier bedankte sich Wolfgang
Bäuml in seiner Eigenschaft als Festleiter und Vorsitzender der
Vereinsgemeinschaft bei der gesamten Dorfbevölkerung für die überwältigende
Mithilfe beim großen Fest, dessen Höhepunkt unumstritten der einzigartige
Festzug mit den vielen historischen Wägen und Fußgruppen, den Oldtimern und
Trachtenvereinen war. Den geschätzten 10.000 Besuchern wird das Fest noch lange
in Erinnerung bleiben und sie alle waren voll des Lobes über das Gebotene. “Das
gesamte Fest war eine Werbung für unser Dorf und unsere Großgemeinde. Es war
herrlich mit anzusehen, welche Ideen und Einsatzbereitschaft beim Aufbau der
Festwägen entwickelt und umgesetzt wurden, wie sich das ganze Dorf herausgeputzt
und mit welcher Begeisterung die Bevölkerung dieses Festwochenende mitgefeiert
hatte“, lauteten die Worte von Wolfgang Bäuml. Dann nutzte er die Gelegenheit
vielen Menschen Danke zu sagen für den Einsatz und die Mithilfe bei der
Ausrichtung des Festwochenendes. Dabei erinnerte er aber auch an das plötzliche
Ableben von Pfarrer Wolfgang Mandl, der nur einen Tag nach dem großen Fest von
unserem Schöpfer aus dieser Welt abgerufen worden war. Ihm wurde von den
Festbesuchern eine Gedenkminute gewidmet. Bäumls namentlicher Dank galt dann dem
BRK Geiselhöring mit Bereitschaftsleiter Martin Schmauser für die Erstellung des
Rettungskonzeptes, der FFW Geiselhöring mit 1. Kommandant Matthias Haider für
den Absperrdienst, den Fußballern des VfR Laberweinting mit 1. Vorsitzenden
Franz Zellmer für das Austragen des Essens, der Bundeswehr Mitterharthausen mit
Major Vasen für den Auf- und Abbau der Zuschauertribüne, den Mitarbeitern des
Städtischen Bauhofes mit Bauhofleiter Stefan Hierl für die Mithilfe bei der
Platzgestaltung, den Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung mit Amtsleiterin Maria
Reicheneder und besonders Steuerberater Kurt Platschek für die unentgeltliche
fachliche Unterstützung in wirtschaftlichen Angelegenheiten. Großen Dank sprach
Bäuml auch Ortsbäuerin Vroni Rothmayr und ihren Landfrauen für die Organisation
des riesigen Kuchenbuffets, den Sallacher Landwirten für ihre Maschineneinsätze
und das zur Verfügung stellen der Parkplätze, dem Baggerbetrieb Steimer für die
kostenlose Überlassung der Hackschnitzel, dem Sallacher Kirchenchor und der SV
Band mit Chorleiter Manfred Plomer für die musikalischen Einsätze, der Familie
Anetseder für das zur Verfügung stellen ihres Hofes, der Gärtnerei Krabler für
die kostenlosen Blumenarrangements und den vielen Helfern im Festzelt aus.
Ebenso dankte er den Näherinnen der Kostüme, den Gestaltern der Festtafeln, des
Altares für den Festgottesdienst sowie des Streichelzoos am Festplatz und nicht
zuletzt den Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes mit Silvia Scherzer für
den Verkauf der Festabzeichen. Ein herzliches Vergelt’s Gott sagte der
Vorsitzende auch allen Spendern des Gedenksteines und vor allem natürlich den
Mitgliedern des Festausschusses, die den Handwerkermarkt und das Oldtimer- und
Ehemaligentreffen organisiert, die Werbung für die Festzugschrift, den
Barbetrieb und die Verpflegungsstationen übernommen hatten. Der namentliche Dank
des Festleiters galt nun Schriftführer Otto Strasser, dem neben der
Mitgestaltung der Ortschronik auch die umfangreichen Schreibarbeiten im Vorfeld
des Festes und in Zusammenarbeit mit seiner Frau das Verfassen der
Zeitungsartikel oblag. Ebenso herzlich dankte er dem Schatzmeister Wolfgang
Brand, der nicht nur durch seine Schreib- und Gestaltungsarbeiten die Neuauflage
der Ortschronik ermöglichte und die präzise Kassenführung übernahm, sondern den
Zeltbetrieb managte und mit seinen Helfern das Festbüro in vorbildlicher Weise
führte. Zusätzlich hatte er mit seiner Frau Anita den zeitaufwendigen Verkauf
der Ortschronik, der Urkunden, Gedenkmedaillen und Foto-DVD’s übernommen.
Besonders dankte der Festleiter auch dem Schirmherrn und Bürgermeister Bernhard
Krempl, der von Anfang an mit vollem Einsatz hinter den Sallachern stand, vieles
erst ermöglichte und zusammen mit seiner Frau Maria gute Repräsentationsarbeit
leistete. Eine besondere Ehre war es für Festleiter Bäuml, dem Rundfunkmoderator
Tilmann Schöberl und seiner Frau Manuela Brenzinger persönlich für ihren Einsatz
in Sallach danken zu können. Der Bayern-1-Moderator hatte dank seiner
verwandtschaftlichen Beziehungen zur Familie Haslbeck kostenlos die Moderation
des Festzuges übernommen und die Eröffnung des Handwerkermarktes moderierend
begleitet. Mit der Überreichung von persönlichen Geschenken ehrte der Festleiter
die Vorgenannten und deren Frauen im Namen der Vereinsgemeinschaft in besonderer
Weise. Bürgermeister Bernhard Krempl sprach der Vorstandschaft sowie allen
Mitgliedern der Vereinsgemeinschaft, allen Verantwortlichen in den Vereinen und
Gruppierungen des Dorfes, aber in gleicher Weise auch allen Helfern aus der
Bevölkerung großen Dank aus. „Ihr habt mit eurer Mithilfe, eurem
Einfallsreichtum und eurem Zusammenhalt ein einmaliges Fest auf die Beine
gestellt, das für das Dorf Sallach, genau so aber auch für die gesamte
Großgemeinde eine großartige Werbung darstellte. Deshalb bin ich besonders stolz
auf Sallach“. Der Grundstein dieses Festes wurde mit der Berufung von Wolfgang
Bäuml zum Organisator und Sprecher der Vereinsgemeinschaft gelegt, lobte der
Bürgermeister den unermesslichen Einsatz des Festleiters, SV Vorsitzenden und
Stadtrates. Er war der Richtungsweiser, hatte viele Ideen, konnte motivieren und
organisieren und behielt stets den Überblick. Bürgermeister Krempl dankte ihm
für diese großartige Leistung und überreichte ihm neben einem Erinnerungsteller
für die Vereinsgemeinschaft als Geschenk der Stadt auch ein persönliches
Geschenk. In humorvoller Weise dankte er Bäuml’s Frau Annemarie, die ihn in
allen Belangen unterstützte und oftmals frei zu stellen hatte, aber auch selbst
viele Vorbereitungsarbeiten für die Flüchtlingsgruppe übernommen hatte. Als
letzte Sprecherin trat Barbara Glöbl ans Mikrofon und dankte im Namen der
Sallacher Bevölkerung allen Verantwortlichen der Vereinsgemeinschaft für ihre
außergewöhnliche Leistung. Als Ausdruck des Dankes an alle Mitwirkenden und
Helfer des Festes waren im Vorfeld des offiziellen Dankes alle Besucher der
„Langen Tafel“ zu Speis und Trank, zubereitet von der Metzgerei Stern eingeladen
und zu später Stunde präsentierte die Metzgerei Ebner ein Nachspeisenbuffet in
Traumschiffmanier, bei dem keine Schlemmerwünsche offen blieben.

Ihnen wurde besonders gedankt: v. l. Wolfgang und
Annemarie Bäuml, Bernhard und Maria Krempl, Tilmann Schöberl, Anita und Wolfgang
Brand,
Schöberl-Gattin Manuela, sowie Helene und Otto Strasser
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| Ein Teil
des Kirchenchores, der mit dem Sallacher Lied die Nachfeier eröffnete |
Die lange Tafel auf
der Hauptstraße war das Highlight der Nachfeier |
Beim
Dankgottesdienst zur Nachfeier des Festes „1000-Jahre-Sallach“ konnte
Stadtpfarrer Josef Ofenbeck den noch von Pfarrer Wolfgang Mandl bestellten
Urlaubsvertreter für Sallach, Pater Werner Mayer begrüßen. Pater Mayer, der in
Rom Professor für Assyrologie ist, feierte diesen Gottesdienst in Konzelebration
mit Pfarrer Ofenbeck. Die musikalische Gestaltung dieser besonderen Messfeier,
der auch die Fahnenträger der örtlichen Vereine beiwohnten, hatte wieder die
SV-Band und der Kirchenchor Sallach unter Leitung von Manfred Plomer übernommen.
In seiner Predigt ging Stadtpfarrer Ofenbeck auf die 1000 Jahre umspannende
Geschichte Sallachs ein. Er gab zu bedenken, dass sich in dieser Zeitspanne
vieles ereignet hat und vieles anders geworden ist. Das Dorf erlebte
apokalyptische Zeiten und Zeiten des Aufschwungs und Wohlstands. Die Frage
danach, was die Kirche über all die Zeiten hinweg für Sallach getan habe und was
sie heute und morgen biete, beantwortete er damit, dass das im Wesentlichen das
Gleiche geblieben sei, nämlich: das Wort von Gottes leidenschaftlicher Liebe zu
den Menschen zu verkünden. Gerade in Zeiten, in denen Ereignisse zu erdrücken
drohen, könne die Kirche dem Menschen Trost zusprechen. „Im Namen Jesu kann die
Kirche zu allen Zeiten Hoffnung machen“, so der Geistliche. Im Blick auf die
Zukunft rief er jedem zu: „An dir liegt es, ob Sallach eine christliche
Ortschaft bleibt, in der die Freude an Gott im Gebet und Gottesdienst Ausdruck
findet und die Menschen sich in Solidarität und Liebe begegnen.

Sallacher 1000-Jahrfeier - ein
Volksfest für die Region
Handwerkermarkt und Festzug waren ein Bilderbuch durch die Geschichte
(von Helene
Strasser)
Wie nah Freud und Leid bei einander sein können, musste die Bevölkerung von
Sallach am gestrigen Montag hautnah verspüren. Noch am Sonntag hatte BGR Pfarrer
Wolfgang Mandl den Festgottesdienst zelebriert und am nächsten Tag verbreitete
sich die furchtbare Nachricht von seinem plötzlichen Tod in Regensburg.
Die Eröffnung des historischen Handwerkermarktes zur Sallacher 1000-Jahrfeier,
die Bürgermeister Bernhard Krempl am Samstagmittag vollzog, wurde vom
Festausschuss mit Festleiter Wolfgang Bäuml an der Spitze bereits in
farbenprächtigen historischen Gewändern begleitet. Beim anschließenden
gemeinsamen Rundgang verstand es Bayern-1-Moderator Tilmann Schöberl den
Handwerkern so manches Geheimnis ihrer Kunst zu entlocken und ihre Erzeugnisse
den Besuchern schmackhaft zu machen. Volksfeststimmung herrschte am Festsonntag
der 1000-Jahrfeier. Beim Festgottesdienst im Hof der Familie Anetseder kamen Lob
und Dank für Gottes Begleitung und Beistand in all den Epochen seit Bestehen des
Dorfes zum Ausdruck. Ein Bilderbuch durch die Geschichte bot am Nachmittag der
historische Festzug, den sich annähernd 10 000 Menschen aus Nah und Fern nicht
entgehen ließen. Etwa 700 Mitwirkende waren als Fußgruppen, mit Festwägen, als
Reiter oder mit Oldtimern von Autos, Traktoren und Motorrädern dabei.
Dem Organisationstalent, Ideenreichtum, Fleiß und dem Zusammenhalt von
Festleiter Wolfgang Bäuml, Schirmherrn und Bürgermeister Bernhard Krempl und
allen Festausschussmitgliedern ist es zu verdanken, dass Sallach mit seiner
1000-Jahrfeier am Wochenende ein so großartiges Fest feiern konnte.
Stellvertretend für die Dorfbevölkerung dankte ihnen die Schwägerin Tilmann
Schöberls, Martina Haslbeck bei der Eröffnung des historischen Handwerkermarktes
und überreichte eine große, selbst gebackene Torte, die das Gruppenbild des
Festausschusses trug. Zahlreiche Aussteller, die ihr historisches Handwerk
hobbymäßig oder noch beruflich ausüben, zeigten ihr Können und begeisterten die
Besucher mit ihren Erzeugnissen. Nebenbei gab es auch Techniken, bei denen man
selbst sein Geschick versuchen konnte, wie zum Beispiel das Stoffdrucken oder
das Herstellen eines Linoldruckes. Auch die Erinnerungsmedaille konnte man sich
von Vereinsmitgliedern in historischen Kostümen mittels eines Fallhammers prägen
lassen. Daneben boten der Plenninger-Festspielverein und eine Römergruppe
Einblick in das Lagerleben früherer Epochen. Auch im Armbrustschießen konnten
sich die Besucher in der früheren Stockbahn auf einem historischen Schießstand
üben. Optimistische Stimmung trotz grauen Himmels herrschte schon am Morgen des
Festsonntags beim Sammeln des Festausschusses und der Dorfbewohner. Angeführt
von der Festkapelle, den Hirschlinger Musikanten marschierte man durch das Dorf
und wurde mit Böllerschüssen des Kanoniers Heribert Kautnik begleitet. Ab 8 Uhr
wurden die eintreffenden Vereine und Gruppen mit Begeisterung im Festzelt
begrüßt. Dass beim anschließenden Kirchenzug kaum Zuschauer die Straßen säumte,
wunderte niemand, denn die Sallacher waren ja fast ausnahmslos als Beteiligte
oder Helfer aktiv. Für den Festgottesdienst stellte Familie Anetseder ihren Hof
zur Verfügung, deren breites Hallenüberdach Regenschutz für die Altarbühne und
die zahlreichen Fahnenträger bot. Der Kirchenchor unter Leitung von Manfred
Plomer gab zusammen mit der SV-Band auf erfrischende Weise der Festmesse den
musikalischen Rahmen. Sie wurde von BGR Pfarrer Wolfgang Mandl, Stadtpfarrer
Josef Ofenbeck und BGR Pfarrer i.R. Gerhard Betzner mit Assistenz von Diakon
Reinhold Röttger in Konzelebration gefeiert. Pfarrer Wolfgang Mandl blickte in
seiner Festpredigt auf den Glauben und das Leben der Bevölkerung während der
letzten 1000 Jahre zurück. Kaum war das gemeinsam gesungene „Großer Gott wir
loben dich“ verklungen, trat Festleiter Wolfgang Bäuml an das Rednerpult und gab
einen gerafften Rückblick über die bisherigen Ereignisse des großen
Jubiläumsfestes. Dabei betonte er immer wieder den uneingeschränkten
Zusammenhalt aller Beteiligten, das harmonische Miteinander der Vereine und die
große Gemeinsamkeit der vielen freiwilligen Helfer bei allen Arbeiten zur
Vorbereitung des Festes. Regierungspräsident Heinz Grunwald pries die
natürliche Schönheit des Dorfes Sallach, die schon durch viele Wettbewerbspreise
bestätigt wurde. Landrat Alfred Reisinger lobte die Kreativität der
Organisatoren und bezeichnete das Dorf Sallach als schmucke, selbstbewusste
Ortschaft mit Wir-Gefühl. „Nicht viele Orte in Bayern sind in der glücklichen
Lage, dass sie mit einer urkundlichen Erwähnung ihre lange Geschichte belegen
können“, begann Bürgermeister und Schirmherr Bernhard Krempl seine Laudatio über
Sallach und die Festvorbereitungen. König Heinrich der Heilige gab Sallach im
Jahre 1010 zum Seelenheil seines Vorgängers Kaiser Otto und zu seinem und dem
seiner Gattin Kunigunde die Hofmark an das Kloster Obermünster zurück. Krempls
besonderer Dank galt dem Festleiter und allen Mitarbeitern im Festausschuss, die
stets harmonisch zusammenarbeiteten. Besonders dankte er auch Wolfgang Brand
und Otto Strasser für die Neuüberarbeitung und Fortschreibung der Sallacher
Chronik. „Wenn man darin blättert, wird einem bewusst, mit wie viel Liebe zur
Sallacher Geschichte hier gearbeitet wurde“, lobte er ihr Werk. Ein besonders
herzliches Vergelt´s Gott des Bürgermeisters galt den Spendern, die den
Gedenkstein am Kirchenvorplatz ermöglicht hatten. Damit habe Sallach einen noch
schöneren Dorfmittelpunkt erhalten. Nach dem Mittagessen sprach auch
Bundestagsabgeordneter Ernst Hinsken ein Grußwort und lobte ebenfalls den großen
Zusammenhalt der Bevölkerung Sallachs. Mit einer kleinen Verspätung begann am
Nachmittag der mit großer Spannung erwartete historische Festumzug. Auf vielen
Themenwägen wurden bedeutsame Ereignisse der Dorfgeschichte dargestellt. Alle
Vereine Sallachs, jeder Ortsteil Geiselhörings, die Stadt selbst und die
Nachbargemeinden Laberweinting und Mallersdorf waren mit Motivwägen oder einer
vielköpfigen Fußgruppe vertreten. Gerade die Dörfer gaben einen umfassenden
Einblick in das Dorfleben früherer Zeiten. Die Marschmusik der sechs
verpflichteten Musikkapellen – Hirschlinger Musikanten, Stadtkapelle
Geiselhöring, Weintinger Spielmannsgilde, Grafentraubacher Bläser, Freies
Fanfarenkorps Straubing, und Oberschneidinger Spielmannszug - erfreute die in
dichten Reihen stehenden Zuschauer. Zusätzliche Farbtupfer waren die
Trachtenvereine aus Sünching, Bogen, Schwarzach und Straubing, die
Trachtengruppe des Bayerischen Waldvereins, die Gruppe der Schierlinger
Gennßhenkher, die Straubinger Armbrustschützen, die Gruppen der Römer und der
Jäger, die Landfrauengruppe des Landkreises SR, und der Verein der Zimmerer, vor
allem aber die kleine Abteilung des Königl. Bayer. 2. Chevauleger Reg. Taxis.
Gelungen waren auch die Festwägen der Sallacher Bauernfamilien, sowie die
Fußgruppe der Metzgerei Stern. Den Abschluss des über zwei Kilometer langen
Festzuges bildeten mehr als 50 Oldtimerfahrzeuge aus der gesamten Umgebung,
darunter besonders viele Lanzbulldogs mit ihrem markanten Motorenklang, aber
auch Pkws und Motorräder der örtlichen Autohäuser. Für diesen Festzug, der sich
wie ein Bilderbuch durch die Geschichte des Dorfes betrachten ließ, lieferten
die beiden Kommentatoren Tilmann Schöberl und Otto Strasser von ihrem Hochsitz
gegenüber der großen Zuschauertribüne sachkundige und unterhaltsame Erklärungen
und Hintergrundinformationen zu allen vorbeiziehenden Wägen, Fußgruppen und
Oldtimerfahrzeugen. In der Zugfestschrift konnten sich die begeisterten
Zuschauer zusätzlich informieren. So war das einstimmige Urteil aller
Beteiligten und der Zuschauer : „So etwas hat Sallach, aber auch der weite
Umkreis noch nicht gesehen".
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| Offizielle Markteröffnung (mit Bgm.
Krempl und Tilmann Schöberl, re.) |
Die Bayern-1-Band am Samstag-Abend (Super Stimmung!!) |
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| Festgottesdienst im Anetseder-Hof |
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| Pfarrer Mandl (Mitte), mit Cozelebranten
Röttger, Ofenbeck und Betzner (v.li.) |
Die historische Festmusik "Amrun" |
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| Der Festleiter Wolfgang Bäuml |
Schirmherr und Bürgermeister Bernhard Krempl mit
Gattin |
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| Festausschuss |
Ehrengäste |
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| Die Kelten |
Die Urkundenüberreichung von König Heinrich II. |
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| Freiherr von Wolfwisen, Schloßherr von
Sallach und Retter Straubings 1842 |
Die Brandleider von 1874 |
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| Flüchtlingstrek 1945 |
Schule früher (KLJB) |
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| Historischer Dreschwagen |
Oldtimer mit Dampfmaschine |
17.04.10:
Historischer Abend zum
Jubiläum mit Festgottesdienst und Festabend
Dass bei einem
so einmaligen Fest wie der 1000-Jahrfeier des Dorfes der erste
Dank Gott als dem Schöpfer allen Lebens sowie als Begleiter und
Kraftspender in Freuden und Nöten über unzählige Generationen
hinweg galt, zeigte die überaus große Teilnahme am
Gedenkgottesdienst zu diesem historischen Ereignis. Bischöflich
Geistlicher Rat, Pfarrer Wolfgang Mandl, der diesen
Festgottesdienst zelebrierte, legte seiner Predigt eine Frage
aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry zugrunde,
worin der kleine Prinz einen Weichensteller fragt: „Wohin fahren
die vielen Züge?“ und dieser antwortet: er stelle nur die
Weichen und wisse nichts von den Zielen der Reisenden. Ebenso
wisse man heute kaum etwas über die Wege und Ziele der Menschen,
die in den vergangenen 1000 Jahren in diesem Ort gelebt haben.
Sicher ist, dass es in dieser langen Zeit Zufriedenheit und
Reibereien unter den Menschen sowie Sorgen und Nöte gab.
Zwischen Obrigkeit und Unfreien sowie zwischen großen Bauern und
Tagelöhnern war über Jahrhunderte hinweg herrschen und
beherrscht werden eine Selbstverständlichkeit. So wurde vor 1000
Jahren der Ort Sallach an das Stift Obermünster verschenkt.
Abschließend stellte Pfarrer Mandl die Frage: „Wissen wir heute,
wohin wir wollen und wohin wir gehören?“ Begleitet von
Orgelmusik und Trompetenklang gestaltete der Kirchenchor unter
Leitung von Manfred Plomer die Festmesse mit Teilen von
Messkompositionen der gebürtigen Sallacher aus dem 18.
Jahrhundert: Pater Hugo Rernpöck und Vitus Kerl. Nach dem
Gottesdienst formierte sich ein langer Zug der Festgäste,
angeführt von den Transparentträgern und Musikern, dem
Schirmherrn und Festausschussmitgliedern, Ehrengästen und
Fahnenabordnungen, der über die Hauptstraße zum Sportheim
führte. Dort konnte der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft
1000-Jahre-Sallach Wolfgang Bäuml die große Festgemeinde
willkommen heißen. Wenn man versucht, den Zeitraum von 1000
Jahren zu begreifen, denkt man darüber nach, wie viele
Generationen hier vor uns gelebt haben, welche freudigen
Ereignisse aber auch schweren Schicksale die Bewohner in den
vergangenen 1000 Jahren erlebt haben und wie sich das Ganze vom
Landschaftsbild her verändert hat, so der Sprecher. Da Sallach
sich Dank der Urkundenfindung durch Rudolf Brandl in der
glücklichen Lage befindet, dass sein mindestens 1000jähriges
Bestehen dokumentiert ist, machte man sich Gedanken darüber, wie
dieser große Geburtstag gefeiert werden könnte, erzählte
Vorsitzender Bäuml weiter und informierte über die Gründung des
Festausschusses sowie über die umfangreiche Planungsgeschichte
des Festes und die bereits stattgefundenen Veranstaltungen zum
Jubiläumsjahr. Dabei dankte er allen Festausschussmitgliedern
und vor allem auch Bürgermeister Krempl, der sich als Schirmherr
zusammen mit Geschäftsführerin Maria Reicheneder und den
Bediensteten der Stadtverwaltung für das Gelingen des Festes
stark macht. Mittlerweile ist die Vorfreude auch auf die
Dorfbevölkerung übergesprungen, was der Eifer in Bezug auf
Verschönerung der Häuser und Gehöfte aber auch die Beteiligung
bei den Vorbereitungen des Festes selbst beweist. Aufgrund
dessen könne man davon ausgehen, dass das Dorf Sallach mit dem
Festwochenende ein unvergessliches Fest für die gesamte Region
auf die Beine stellen wird.
In seinem Grußwort betonte Schirmherr und Bürgermeister Bernhard
Krempl, dass Sallach durch die 1000-Jahrfeier die symbolische
Verbundenheit mit der Geschichte und Tradition, aber auch
ungebrochene Lebenskraft zeigt. Denn Sallach kann auf eine sehr
lange wechselvolle Geschichte zurück blicken, in der
Generationen von Menschen über Jahrhunderte hinweg den Ort
formten und sich mit ihm verbunden fühlten und fühlen. Dass die
Dorfgemeinschaft starke Arbeit zu leisten und wichtige Ziele zu
verfolgen und auch zu erreichen vermag, bewiesen die Sallacher
schon des Öfteren. Vor allem in den letzten Monaten der
Vorbereitungen auf die große Feier wurde das wieder deutlich.
Dafür galt der Dank des Schirmherrn der Vereinsgemeinschaft mit
Wolfgang Bäuml an der Spitze, aber auch allen Beteiligten. Mit
der Aufforderung, den Blick weiterhin in die Zukunft zu richten
und mit Entschlossenheit und Willenskraft Probleme gemeinsam
anzugehen, damit auch den folgenden Generationen ein liebens-
und lebenswerter Ort erhalten bleibe, und dem Wunsch für ein
schönes Fest und erlebnisreiche Tage leitete er auf das
Hauptreferat des Abends über.
In akribischer Kleinarbeit hatte Elisabeth Plomer, die als junge
Gymnasiallehrerin in Mühldorf am Inn Deutsch und Geschichte
lehrt, einen Festvortrag über die Geschichte ihres Heimatortes
ausgearbeitet, aus dem sie auf interessante Weise über Umstände,
Hintergründe und Zusammenhänge berichtete. Die prachtvolle
Urkunde vom 17. April 1010 war der Ausgangspunkt ihres
Vortrages. Sie beinhaltet eine Schenkung König Heinrichs II. an
das Stift Obermünster in Regensburg, in der er den Hof Salath,
in der Grafschaft des Grafen Rupert im Donaugau, verschenkte. Da
der Ortsname althochdeutsche Wurzeln hat, liegt nahe, dass der
Name Sallach wohl auch älter als die Urkunde ist. Er bedeuter
wohl „Ort, wo es Salweiden gibt“, was bedingt durch die Lage an
der kleinen Laber, einsichtig erscheint. Über die Motive der
Schenkung König Heinrichs ist bekannt, dass er damit für seinen
Vorgänger Otto III. und für sich selbst und seine Gemahlin
Kunigunde das Seelenheil erwirken wollte. Denn die Hauptaufgabe
von Kanonikern bzw. Kanonissen war – vereinfacht formuliert –
das Gebet für das Seelenheil von bestimmten Personen, die dafür
kräftig an das Stift spendeten. Heinrich beteiligte sich in
diesem Zusammenhang auch großzügig am Neubau der 1002
abgebrannten Kirche. Zu den Feierlichkeiten anlässlich der Weihe
der neuen Stiftskirche am 17. April 1010 überreichte er als
stattliches Kirchweihgeschenk das Gut mit dem Namen Salaht mit
all dem, was dazu gehört. Das heißt mit Höfen, Hausgenossen
beiderlei Geschlechts, mit Land, Gebäuden, Feldern, Wiesen,
Weiden, Wäldern, Jagden, Gewässern und Wasserrechten,
Fischereirechten, Mühlen, Wegerechten, Wegen und unwegsamem
Gelände, jetzigem und zukünftigem Weideland, mit allen
Besitztümern, die auf irgendeine Weise als nützlich angegeben
oder benannt werden können. Die Äbtissin des Stiftes durfte in
Zukunft über diesen Besitz frei verfügen. Elisabeth Plomer
konnte weiterhin auch belegen, dass lange vor der Ausstellung
der Urkunde von 1010 in Sallach Besiedlung vorhanden war. Erste
Siedlungsspuren im Tal der Kleinen Laber und damit im Umfeld von
Sallach sind bereits für ca. 7500 vor Christus nachweisbar.
Hierüber wird in einem Beitrag des Kreisarchäologen Dr. Ludwig
Husty in der neuen Ortschronik aufschlussreich berichtet. Auch
aus den Jahrhunderten nach der Schenkung bis zur Neuzeit
verstand es die junge Lehrerin, über Besitzverhältnisse,
Gerichtsbarkeit, politische und wirtschaftliche Gegebenheiten
Sallachs in interessanter Weise Aufschluss zu geben. Sie
empfahl, bei weiterem Interesse in der neuen Ortschronik
nachzulesen, in der die „Reindl-Chronik“ wieder gegeben ist.
Auch die Betroffenheit Sallachs im zweiten Weltkrieg und in der
Nachkriegszeit sprach die Referentin noch kurz an und verwies
auf die entsprechenden Kapitel der neu erstellten Chronik.
In den kurzen Pausen nach den Wortbeiträgen verstand es die „Masblusik“
unter Leitung von Ulrich Goß, mit zünftiger Blasmusik
aufzulockern. Ebenso sorgte der Kirchenchor Sallach unter
Leitung von Manfred Plomer mit den von ihm gedichteten Liedern
„1000 Jahre Sallach“ und dem Lied über das Jubiläumsbier für
Stimmung in den Pausen.
Mit Spannung erwartet wurde von den vielen Festgästen die schon
so oft gepriesene neue Chronik die die Autoren Wolfgang Brand
und Otto Strasser nun vorstellten. Hierbei unterrichtete
Wolfgang Brand über die Motivation und Ziele der Autoren sowie
über die technischen Abläufe und Schwierigkeiten bei der
Erstellung dieses 303 Seiten umfassenden Buches im DIN A 4
Format. Dabei stellte er die einzelnen Kapitel in einer
Power-Point-Präsentation vor. Mit ihm abwechselnd berichtete
Otto Strasser über die vielen Mithelfer, auf deren
Forschungsarbeit bzw. Aufzeichnungen man dankenswerter Weise
zurückgreifen konnte. So konnte man durch neueste
Forschungserkenntnisse des Kreisarchäologen Dr. Ludwig Husty
dessen Beitrag über die Sallacher Frühgeschichte die
Reindl-Chronik ergänzen. Weitere wertvolle Beiträge haben
Hobby-Chronist Ludwig Altmann, Chorleiter Manfred Plomer, dessen
Tochter Elisabeth Plomer, Eduard Hien und Manfred Rossa als
Zeitzeugen über die Kriegs- und Nachkriegsjahre und Alois Hauner
mit einem Gedicht geleistet. Recherchen über Schule und
Gemeinde konnte man über das Sitzungsbuch der früher
selbstständigen Gemeinde Sallach einholen. Die Chroniken der
örtlichen Vereine, sowie das eigene kleine Zeitungsarchiv
waren weitere Fundstellen der monatelangen Forschungsarbeit. So
ist nach der umfangreichen Reindl-Chronik die Zeit des II.
Weltkrieges und der Nachkriegszeit angeschlossen. Weitere
Kapitel gelten der Gemeinde, der Schule, den Pfarrherren, der
Kirchengemeinde und der Kirchenmusik. Über Kunsthistorisches in
Sallach und die Sallacher Vereine, Geschäfte und Betriebe
berichten weitere Kapitel ehe das neue Buch zur Sallacher
Ortsgeschichte mit den Berichten über die Vorbereitungen zur
1000-Jahr-Feier endet. Das Buch, das in einer professionellen
Buchdruckerei entstand, und dessen Vorder- und Rückseite mit
ansprechenden farbigen Luftaufnahmen aus Sallach präsentiert
wird, kostet 20 € und ist sicher noch für nachfolgende
Generationen ein wertvoller Schatz, waren sich die beiden
Autoren einig. Wie erwartet, war der Ansturm der Interessenten
auf die Erstausgabe sehr groß, so dass sich die umfangreiche
ehrenamtliche Arbeit wohl gelohnt haben mag.
Bevor nun Wolfgang Bäuml als Vorsitzender der
Vereinsgemeinschaft den Festabend beschließen konnte, gab er
noch umgangreiche Informationen über Planung, Ablauf,
Anmeldungen, Parkmöglichkeiten, verkehrstechnische Gegebenheiten
und den Bedarf an Helfern bei dem zu erwartenden Arbeitsaufwand
für das vom 18. bis 20. Juni geplante große Jubiläumsfest.
Abschließend rief er alle Dorfbewohner auf, nach ihren
Möglichkeiten kräftig mitzuhelfen, damit dieses einmalige Fest
gut gelingen könne.
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BGR Pfarrer Wolfgang Mandl zelebrierte
den Festgottesdienst im Beisein der Fahnenabordnungen |
Blick in die Festgesellschaft mit Schirmherrn
Bürgermeister Bernhard Krempl im Vordergrund. |
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Vorsitzender und Kassier der
Vereinsgemeinschaft Wolfgang Bäuml und
Wolfgang Brand
danken der Festrednerin Elisabeth Plomer |
Die
beiden Chronisten Otto Strasser und Wolfgang Brand
stellen ihr Werk vor |
14.04.10:
Erfahrene Persönlichkeiten
im Festausschuss vereint
Das alte
Sprichwort „Große Feste werfen ihre Schatten voraus“ hat sich im
Vorfeld der 1000-Jahrfeier des Ortes Sallach wieder einmal
bewahrheitet. Aus privatem, geschichtlichem Interesse hatte sich
Rudolf Brandl mit der Ortsgeschichte Sallachs beschäftigt und
nachgeforscht, wieweit sie sich zurück verfolgen lässt. So ist
er im Rahmen seiner umfangreichen Recherchen auf die
Schenkungsurkunde vom 17. April 1010 gestoßen, auf der das „Koenigsgut
Salaht“ erstmalig urkundlich benannt wurde. Je mehr nun das Jahr
2010 nahte, desto mehr konnte er Mitbürger wie den Rektor und
Chorleiter Manfred Plomer, den Betreuer der Sallacher Homepage
Wolfgang Brand und den Chronisten Otto Strasser überzeugen, dass
es wert ist, dieses denkwürdige Datum gebührend zu feiern. Im
kleinen Kreis machten sich die Männer bereits Ende 2008 Gedanken
darüber, in welchem Rahmen diese 1000-Jahrfeier stattfinden
könnte. Schnell waren sie sich darüber einig, dass für die
Planung ein Festausschuss gegründet werden müsse und es wurden
die drei örtlichen Stadträte, sowie alle Vorsitzenden der
örtlichen Vereine aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Nach
anfänglichen Bedenken, dass die Vereine eventuell auf den hohen
Vorbereitungskosten sitzen bleiben würden, falls nach dem Fest
ein Defizit bleiben sollte, wurde die Stadt Geiselhöring in die
Beratungen mit einbezogen. Bürgermeister Bernhard Krempl fand
schnell Mittel und Wege, dieses Risiko für die Vereine zu
minimieren. Aufgrund dessen konnte dann die Vereisgemeinschaft
„1000 Jahre Sallach“ gegründet werden. Seit dem Frühjahr 2009
arbeitet nun der Festausschuss dieser Vereinsgemeinschaft, dem
der Stadtrat und SV-Vorsitzende Wolfgang Bäuml vorsteht,
intensiv an der Vorbereitung dieses großen Festes. Als festes
Mitglied gehört ihm seither auch Bürgermeister Krempl an, der
dem Wunsch der Sallacher gerne nachkam, die Schirmherrschaft
hierfür zu übernehmen. Für die Vorbereitung eines großen
Ehemaligentreffens, das im Rahmen der Jubiläumsfeier ebenfalls
stattfindet, konnten zusätzlich Theo Speiseder, Erich Scherzer
und Karl Hasenecker in den Festausschuss mit einbezogen werden,
dem dadurch insgesamt 20 Mitglieder angehörten. Mit dem
großen Festabend am Samstag, den 17. April, der um 17.30 Uhr mit
einem Festgottesdienst beginnt und anschließend im Sportheim
seine Fortsetzung findet, wird ein erster großer Höhepunkt des
Festes gefeiert, in den sich alle Dorfbewohner und Liebhaber des
Dorfes mit einbezogen fühlen können.
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Der Festausschuss der Vereinsgemeinschaft
1000 Jahre Sallach (sitzend v. links):
KLJB- Vorsitzende Christiane Krabler, KDFB-Vorsitzende
Silvia Scherzer, OGV-Vorsitzende Waltraud Korber,
Ortsbäuerin Vroni Rothmayr, Geschäftsleiterin der Stadt
Geiselhöring Maria Reicheneder, OGV-Ehrenvorsitzender
Theo Speiseder
(stehend) Chronist Otto Strasser, Stadtrat Harald Stern,
Homepage-Betreuer und Chronist Wolfgang Brand,
FFW-Vorsitzender Christian Strasser, Kirchenmusiker und
Chorleiter Manfred Plomer, KSK-Vorsitzender Helmut
Daffner, Stadtrat Hans Bauer, stellvertretender
Vorsitzender der Fischerfreunde Sallach Franz Winter,
BGZ-Vorsitzender Thomas Speisder,
Ehemaligenausschussmitglieder Karl Hasenecker und Erich
Scherzer, Entdecker der Schenkungsurkunde Rudolf Brandl,
Bürgermeister und Schirmherr Bernhard Krempl, sowie der
Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft und Stadtrat
Wolfgang Bäuml.
(nicht auf dem Bild: EHC-Vorstand Michael Heigl) |
12.02.10:
Übergabe der ersten neuen Sallacher Chronik an Bürgermeister
Krempl
Nicht jede Ortschaft, vor allem nicht jedes Dorf befindet sich
in der glücklichen Lage, eine eigene Ortschronik zu besitzen.
Für Sallach trifft das jedenfalls zu, denn dank seines früheren
Pfarrers Josef Reindl hat es eine eigene Chronik. Diese endet
aber in den 30-er Jahren. Nun wagten sich Diplom Betriebswirt
Wolfgang Brand und Konrektor Otto Strasser in unzähligen Stunden
ehrenamtlicher Arbeit an die nicht einfache Aufgabe, diese
Reindl-Chronik neu zu fassen, bis in die heutige Zeit weiter zu
verfassen und beides in einer neuen Ausgabe zu vereinigen. Seit
einigen Tagen ist das neue Werk nun fertig gestellt. Es war für
beide Chronisten eine Selbstverständlichkeit, ihr Buch dem 1.
Bürgermeister der Stadt Geiselhöring, Bernhard Krempl, offiziell
zu übergeben. Der Bürgermeister war in dieses Vorhaben zwar
schon länger eingeweiht, war aber doch hoch erfreut und voll des
Lobes über das ihm vorgestellte Ergebnis. „Eine Chronik ist
immer ein wertvoller Schatz für einen Ort, der im Lauf der Jahre
immer noch an Zuwachs gewinnt. Dafür verdient ihr beide meine
Hochachtung und meinen großen Dank“, lauteten die anerkennenden
Worte des Stadtoberhauptes. In geselliger Runde schmökerten die
drei eine ganze Zeit lang in dem neuen Werk, wobei die Autoren
natürlich den Bürgermeister auf besonders interessante Themen
und Passagen aufmerksam machten.
Anlässlich der Jubiläums-Veranstaltung zur 1000-jährigen
urkundlichen Erwähnung des Ortes Sallach am kommenden Samstag
wird die neue Chronik der Sallacher Bevölkerung vorgestellt und
erstmals zum Kauf angeboten. Die Autoren Brand und Strasser
freuen sich besonders darüber, dass bereits über 150
Vorbestellungen aus der Bevölkerung vorliegen. Bei den großen
Festtagen vom 18. bis 20. Juni, zu dem auch alle ehemaligen
Sallacher eingeladen wurden, erhofft man sich einen weiteren
Ansturm auf die neue Chronik.

Voll des Lobes war Bürgermeister Bernhard
Krempl über das große Werk der beiden Chronisten
Wolfgang Brand (r.) und Otto Strasser (l.)
27.12.09:
Offizielle Vorstellung des Jubiläumsbieres
Am Sonntag
Abend traf sich der Festausschuss der 1000-Jahre-Sallach-Feier,
zusammen mit Bürgermeister Krempl , Pfarrer Wolfgang Mandl und
Günther Erl zur offiziellen Verköstigung des von der Brauerei
Erl eigens für die 1000-Jahrfeier von Sallach gebrauten
Jubiläumsbieres. Seit einer Woche ist das Bier an allen
bekannten Verkaufsstellen zu haben und wurde schon kräftig
gekostet und als sehr gut befunden. Nun war es Zeit, verbunden
mit einer kleinen Brotzeit, das Bier den
Festausschussmitgliedern vorzustellen und den Werdegang Revue
passieren zu lassen. Nach den einführenden Worten von
Ausschussvorsitzenden Wolfgang Bäuml dankte Günther Erl für das
Vertrauen, für die kommende Feier das Bier liefern zu dürfen.
Der Gedanke, ein eigenes Sallacher Jubiläumsbier zu brauen,
wurde vor einem Jahr in einer kleinen Gesprächsrunde geboren und
nachdem von Wolfgang Brand die Etiketten entworfen worden waren,
schnell in die Tat umgesetzt. Der aktuelle Sud wurde vor ca. 3
Monaten gebraut und hatte bis jetzt Zeit zu reifen. Basis für
das Bier war die Rezeptur eines hellen Exportbieres mit Zusatz
von dunklerem Malz, so dass ein goldgelbes bis leicht
bräunliches „Extra-Hell“ entstand. Von den ca. 150 hl wurden vor
kurzem 25 hl in Flaschen abgefüllt und an die Vertriebsstellen
verteilt. Sollte Bedarf bestehen, werde noch ein weiterer Sud
angesetzt, so Günther Erl.
Bürgermeister
Bernhard Krempl dankte der Brauerei Erl für das Bier und
betonte, dass er sich auf das kommende Fest freue, zumal das
bisher schon geleistete Zuversicht auf ein gutes Gelingen gäbe.
Er verwies auch auf den Gedenkstein, den man auf dem Kirchplatz
errichten wolle und von dem er ein Modell mitgebracht hatte. Man
war sich einig, dass man mit dieser Variante eine gute
Entscheidung getroffen hatte. Die Finanzierung dieses
Gedenksteines, der an die 1000-Jahr-Feier erinnern soll, aber
auch die Namen von Chronist Pfarrer Reindl und Komponist Pater
Hugo Rernpöck tragen wird, geschieht allein über Spenden, die an
ihn gerichtet werden können. Bei Beträgen ab 500,- Euro werden
die Spendernamen in einer zusätzlichen Bronzetafel am
Steinsockel verewigt.
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| Festausschuss mit Bgm.
Krempl (links) beim Prosit |
Der Festausschuss mit Pfarrer Mandl,
Bgm. Krempl und Günther Erl waren
zufrieden |
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| Das von Wolfgang Brand
entworfene Ettikett |
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