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11. September 2011:
Kriegerjahresfest
(von Helene
Strasser)
„Das Jahresfest mahnt uns in besonderer Weise, uns immer wieder
neu an die Opfer von Kriegen, Terrorakten, Unglücksfällen und Naturkatastrophen
zu erinnern, um der Abstumpfung des Herzens vorzubeugen,“, begann Pfarrer Claus
Jendrysiek seine Ansprache beim Gedenkgottesdienst der Krieger- und
Soldatenkameradschaft. Das Andenken an alle gefallenen, vermissten und in
Gefangenschaft verstorbenen Soldaten aus der Gemeinde Sallach, aber auch an alle
verstorbenen Vereinskameraden zu bewahren, nannte Vorsitzender Helmut Daffner
als wichtigste Aufgabe des traditionellen Jahresfestes bei der Gedenkfeier am
Kriegerdenkmal. Unter großer Beteiligung der Vereinsmitglieder und der
Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine – Sportverein, Feuerwehr, KLJB,
Fischerfreunde und MMC - beging die Krieger- und Soldatenkameradschaft am
vergangenen Sonntag ihr Jahresfest. Vom Gasthaus Zierer aus marschierten die
Kameraden zur Pfarrkirche, um im Gottesdienst der Gefallenen und Vermißten
beider Weltkriege und aller verstorbenen Vereinsmitglieder ihrer Heimatgemeinde
zu gedenken.
Pfarrer Claus Jendrysiek verdeutlichte eingangs des Gottesdienstes den Sinn des
Jahresfestes mit dem Satz: „Tot ist nur, wer vergessen ist.“ Auch wenn die
zeitliche und meistens auch örtliche Ferne der Kriegsopfer und ihrer Gräber die
Erinnerung an sie immer mehr verblassen lassen, sei es nicht nur die Aufgabe der
Krieger- und Soldatenkameradschaft, das zu verhindern. Symbolisch für dieses
Bemühen verlas der Geistliche alle Namen der Gefallenen, Vermissten und an
Kriegsfolgen Verstorbenen aus der Pfarrgemeinde Sallach. „Kein Krieg, ob in der
Vergangenheit oder in der Gegenwart, kennt einen Gewinner. Folglich gibt es auch
nur einen Gewinn, der Friede unter den Menschen. Deshalb rmüssen wir alles
versuchen, jeder in seinem eigenen Bereich, durch Liebe und Verständnis für den
anderen zur Erhaltung des Friedens beizutragen," lautete die eindringliche
Aufforderung des Geistlichen. Mit der Schubertmesse umrahmte die Blaskapelle
Schmid aus Aufhausen den Gedenkgottesdienst. Anschließend versammelte man sich
am Kriegerdenkmal, wo der Sallacher Kirchenchor unter Leitung von Manfred Plomer
mit dem Libera die Gedenkfeier eröffnete. Pfarrer Claus Jendrysiek sprach die
kirchlichen Weihegebete und erbat in seinen Fürbitten Gottes Schutz und Segen
für die Menschheit. Vorstand Helmut Daffner bat die Mitfeiernden, aller
gefallenen, vermissten und in Gefangenschaft gestorbenen Kameraden aus der
Heimatgemeinde auch weiterhin zu gedenken, da ihre Opfer tiefe und unschließbare
Lücken in ihren Familien hinterlassen haben. „Mögen sich die Regierenden aller
Länder immer wieder der grausamen Kriege auf der Welt erinnern und für den
Frieden kämpfen“. Abschließend ließ er durch zwei Vereinskameraden als Zeichen
der Verbundenheit mit den Gefallenen und den Terroropfern eine Blumenschale am
Ehrenmal des Dorfes nieder stellen. Zum Abschluss der Gedenkfeier stimmte die
Musikkapelle die Bayernhymne an. In einem feierlichen Festzug durch das mittlere
Dorf begab man sich anschließend zurück zum Gasthaus Zierer, wo Vorsitzender
Helmut Daffner nach der Gedenkminute für alle Verstorbenen einen kurzen
Rückblick über das zurückliegende Vereinsjahr gab. Er erinnerte dabei an die
freudigen Feste, bei denen die Vorstandschaft Glückwünsche und Geschenke
überbrachte. So gratulierte man Jakob Bücherl zum 80. Geburtstag, Theo
Speiseder, Gottfried Beutlhauser und Albert Wiesgrill sen. zum 75. und Alfred
Gerberich zum 70.Geburtstag. Außerdem habe sich der KSK an den örtlichen Festen
mit Abordnungen beteiligt. Vorstand Helmut Daffner bedankte sich besonders bei
Xaver Wallner jun., der seit diesem Jahr die Aufgabe des Fahnenjunkers
übernommen habe. Dafür sprach er ihm den Dank der Vorstandschaft und der
Vereinskameraden aus. Ein weiterer Dank galt den Kameraden Max Attenberger und
Josef Zink, die sich um die Sauberkeit am Kriegerdenkmal und um das Aufziehen
der Fahne pflichtbewusst kümmern. Sehr herzlich bedankte sich der Vorsitzende
auch bei Pfarrer Claus Jendrysiek, beim Kirchenchor mit Chorleiter Manfred
Plomer und der Festkapelle Schmid für die würdige Gestaltung des
Festgottesdienstes und der Gedenkfeier. Sein weiterer Dank galt dem
Vereinskameraden Johann Piendl für das Einsagen zum Jahresfest, das immer
Voraussetzung für die alljährlich gute Beteiligung der Vereinskameraden am
Jahresfest sei. Des weiteren bedankte sich Vorsitzender Helmut Daffner bei Rosa
Hien, die sich gewissenhaft um die Pflege des Kriegerdenkmals bemüht. Für den
erkrankten Vereinskassier Alois Plomer gab anschließend Kassenprüfer Erich
Scherzer den Kassenbericht, der deutlich machte, daß der Verein dank des guten
Ergebnisses der anlässlich der Denkmalsanierung durchgeführten Haussammlung auf
einer gesicherten finanziellen Basis stehe. Die Versammlung sprach dem Kassier
einstimmig die Entlastung aus und übermittelte ihm beste Genesungswünsche. Der
abschließende Dank des Vorsitzenden galt allen Vereinskameraden für ihre
Beteiligung am traditionellen Jahresfest und schloss daran seine Bitte an, ihre
Verbundenheit zum Verein auch bei der Friedens- und Gedächtnisfeier des
Kreisverbandes in Haindling am kommenden Sonntag zu beweisen. Nun waren alle
Vereinskameraden zu einem gemeinsamen Essen eingeladen.
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KSK- Vorsitzender Helmut Daffner neben Pfarrer Claus
Jendrysiek bei der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal zu Ehren der Gefallenen
und Verstorbenen. |
14. November 2010:
Volkstrauertag
(von Helene
Strasser)
Unter großer Beteiligung der Pfarrgemeinde und
aller örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen bekundete die
Dorfgemeinschaft von Sallach ihre Verbundenheit mit den Gefallenen und
Vermissten beider Weltkriege. Der Gedenkgottesdienst, den Bisch. Geistl. Rat
Pfarrer i. R. Josef Schmeißer zelebrierte, wurde vom Kirchenchor unter Leitung
von Manfred Plomer und Trompetenbegleitung von Thomas Wild mit Liedern aus der
Schubertmesse feierlich umrahmt. In seiner Predigt erzählte Pfarrer Schmeißer
von den Erlebnissen bei seiner Kaukasusreise. Am Kriegerdenkmal gedachte
Stadtrat Harald Stern der militärischen und zivilen Opfer aus Vergangenheit und
Gegenwart und legte im Namen der Stadt Geiselhöring einen Kranz nieder. Schon in
seinen Begrüßungsworten zum Gedenkgottesdienst erinnerte Pfarrer i. R. Josef
Schmeißer die Gläubigen an die Aufgabe jedes Christen, sich um Frieden zu
bemühen. Der Volkstrauertag sei ein willkommener Anlass sich an diese Aufgabe zu
erinnern. In seiner Predigt erzählte der Geistliche von den persönlichen
Erlebnissen und Eindrücken während einer Urlaubsreise in den Kaukasus, wo er mit
seiner Reisegesellschaft eine Reihe von Gegenden besuchte, wohin ihn auch seine
Soldatenzeit während des 2. Weltkriegs gebracht hatte. Dabei schilderte er auch
die persönliche Betroffenheit beim Besuch einer Gedenkstätte, wo er unter den
Habseligkeiten eines gefallenen deutschen Soldaten ein kleines Gebetbüchlein
entdeckt habe. Er deutete dies als Beweis, dass gerade in Notzeiten der Glaube
Hoffnung und Zuversicht geben könne. Im Glauben und Vertrauen an seinen Schöpfer
finde der Christ Hoffnung und Trost auch in scheinbar aussichtslosen
Situationen. Andererseits liege im Glauben aber auch die Kraft den Ungeist des
Egoismus zu überwinden, der oftmals die Wurzel alles Unfriedens sei.
Beim Gedenkakt am Ehrenmal erinnerte Stadtrat Harald Stern in seiner Ansprache
an die Einführung des Volkstrauertages im Jahr 1919, als Europa über 10
Millionen Opfer trauerte. Die Menschen hofften, dass das Gedenken und die Trauer
um die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sie immer an den Frieden erinnern
würden. Doch diese Hoffnung machte schon 20 Jahre später der 2. Weltkrieg mit 50
Millionen Opfern zunichte. Trotzdem bleibe die Hoffnung, dass Soldatenfriedhöfe,
Ehrenmale und Kriegsgräber Ausgangspunkt für Verständigung, Versöhnung und
Freundschaft für die Menschen ehemals verfeindeter Nationen werden. Der
Volkstrauertag heute stehe auch im Zeichen der Trauer um die Opfer der Kriege
und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer
Verfolgung, um die Opfer sinnloser Gewalt, um die Bundeswehrsoldaten, die im
Auslandseinsatz ihr Leben verloren. Im Namen der politischen Gemeinde, der Stadt
Geiselhöring, und der Dorfgemeinschaft von Sallach legte Harald Stern zusammen
mit seinen örtlichen Stadtratskollegen Hans Bauer und Wolfgang Bäuml ein
Kranzgebinde am Ehrenmal nieder. Bei den von Lektor Otto Hien vorgetragenen
Fürbittgebeten beteten die Gläubigen um den Frieden in den Familien und zwischen
den Völkern. Das Lied vom guten Kameraden, vorgetragen als Trompetensolo von
Thomas Wild, gab der Gedenkfeier einen würdigen Abschluss.

12. September 2010:
Jahresfest und Jahresversammlung
(von Helene
Strasser)
Kämpfe, nichts als Kämpfe, jeden
Tag auf’s Neu, Gewalten gegen Gewalten, täglich ohne Scheu, so begann der
Meditationstext, den Lektor Harald Stern nach der Kommunion im
Gedenkgottesdienst des Jahresfestes der KSK Sallach vortrug. Kaplan Armin
Maierhofer aus Haindling, der den Gottesdienst zelebrierte, verlas nach den
Fürbitten die Namen aller Verstorbenen und Vermissten des II. Weltkrieges aus
der Pfarrei Sallach. Mit dem eindringlichen Appell an die Politiker aller
Länder, sich für den Frieden unter den Völkern einzusetzen, untermauerte
Vorsitzender Helmut Daffner bei der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal die Bedeutung
des Jahrestages auch in der heutigen Zeit.
Unter Beteiligung der Vereinsmitglieder und der Fahnenabordnungen aller
örtlichen Vereine beging die KSK Sallach am vergangenen Sonntag ihr Jahresfest.
Vom Gasthaus Hagn aus marschierten die Kameraden unter Musikklängen der
Blaskapelle Schmid aus Aufhausen zur Pfarrkirche, um im Gottesdienst der
gefallenen und vermissten Kameraden beider Weltkriege und aller verstorbenen
Vereinsmitglieder zu gedenken. Kaplan Armin Maierhofer verlas im Anschluss an
die Fürbitten, vorgetragen von Lektor Harald Stern, die Namen aller Gefallenen
und Vermissten des zweiten Weltkrieges aus der Pfarrei Sallach. Mit der
Schubertmesse umrahmte die Blaskapelle Schmid aus Aufhausen den
Gedenkgottesdienst. Anschließend versammelte man sich am Kriegerdenkmal, wo der
Kirchenchor Sallach unter Leitung von Manfred Plomer die Gedenkfeier mit dem
Libera eröffnete. Kaplan Maierhofer
sprach die kirchlichen Weihegebete, ehe KSK-Vorsitzender Helmut
Daffner in seiner Ansprache an die Pflicht der Lebenden erinnerte, derer zu
gedenken, die in den zwei furchtbaren Weltkriegen ihr Leben für Heimat, Volk und
Vaterland hingegeben haben. Mit dem Aufruf an die Politiker aller Länder, durch
umsichtige Politik den Frieden unter den Völkern anzustreben und zu erhalten
verband er das Versprechen die Opfer der beiden Weltkriege wie auch die seither
verstorbenen Vereinskameraden nicht zu vergessen. „Die gefallenen und vermissten
Kameraden, die hier in den Gedenktafeln eingemeißelt sind müssen uns immer
wieder zum Frieden mahnen. So müssen auch wir zur Völkerverständigung beitragen
und so unseren kleinen Anteil dafür leisten, den Frieden um uns und in unserem
Volk zu erhalten. Denn nur wer Frieden säht, kann auch Frieden ernten”, schloss
er seine Ansprache und stellte als Zeichen des Dankes und der steten
Verbundenheit mit den gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden eine
Blumenschale am Ehrenmal nieder. Zum Abschluss der Gedenkfeier stimmte die
Musikkapelle Schmid das Lied vom
"Guten Kameraden" an. In einem feierlichen Festzug begab man sich anschließend
in das Gasthaus Hagn, wo Vorstand Helmut Daffner nach der Begrüßung einen kurzen
Rückblick über das zurückliegende Vereinsjahr gab. Er gedachte dabei besonders
der seit dem letzten Jahresfest verstorbenen Vereinskameraden Richard Brückner
und Pfarrer Wolfgang Mandl. Als weiteres gab Kassenführer Alois Plomer
Aufschluss über die finanziellen Gegebenheiten des Vereines und die Versammlung
sprach nach dem positiven Kassenprüfungsbericht einstimmige Entlastung aus.
Sieben Vereinsmitgliedern konnte im letzten Jahr zu runden Geburtstagen
gratuliert werden, so Vorsitzender Daffner . Der Verein beteiligte sich an der
Friedens- und Gedächtnisfeier des Kreiskriegerverbandes Labergau in Haindling
sowie an allen kirchlichen und örtlichen Festen mit Fahnenabordnung. Als
herausragendes Ereignis nannte Daffner die 1000-Jahrfeier, bei der die KSK die
Oldtimershow organisiert hatte. Abschließend dankte der Vorsitzende allen, die
zur Gestaltung des feierlichen Gottesdienstes beigetragen haben. Sein weiterer
Dank galt dem Vereinskameraden Johann Piendl für das Einsagen zum Jahresfest.
Besonders dankte er auch Rosa Hien für die seit vielen Jahren unentgeltliche
Pflege des Kriegerdenkmals und der Brauerei Erl für eine Spende. Weiter dankte
er dem bisherigen Fahnenjunker Sebastian Rothmayr, den neuen Fahnenjunkern Xaver
Wallner jun. und Josef Zink, sowie Alois Plomer und Max Attenberger für das
Aufstellen des Christbaumes und Aufstellen der Fahne am Kriegerdenkmal. Der
abschließende Dank des Vorsitzenden galt besonders den Vorstands- und
Ausschussmitgliedern für die eifrige Mithilfe bei der Umgestaltung der beiden
Kriegerdenkmälern, wobei sich Max Attenberger und Adolf Metzger besondere
Verdienste erworben hatten. Besonders herzlich dankte er der gesamten
Dorfbevölkerung für die großherzige Spende bei der durchgeführten Haussammlung.
Zugleich rief er dazu auf, die Verbundenheit zum Verein auch beim
Kreis-Friedensfest in Haindling am kommenden Sonntag wieder zu zeigen.
Abschließend lud er alle Anwesenden zum gemeinsamen Mittagsmahl ein.

18. Mai 2010: Renovierung
des Kriegerdenkmals
Rechtzeitig vor dem großen Jubiläum anlässlich der
1000-jährigen urkundlichen Erwähnung des Ortsnamens Sallach wurde nun von der
Krieger- und Soldatenkameradschaft Sallach mit der schon lange angekündigten
Renovierung der Inschriften am Kriegerdenkmal begonnen. Da auch die Außenanlage
des Denkmals einer gründlichen Auffrischung bedarf, war am Dienstagabend ein
Arbeitseinsatz der Mitglieder angesetzt. Bei diesem Einsatz waren nicht nur die
beiden Vorsitzenden Helmut Daffner und Otto Strasser, sondern auch eine ganze
Anzahl von Mitgliedern zur Stelle. Gemeinsam wurde die alte Efeubewachsung der
Kirchhofmauer und am Leichenhaus entfernt. Auch die Bodendecker links und rechts
der Anlage waren keine Augenweide mehr. So wurden auch sie vollständig entfernt,
was bei dem dichten Wurzelwerk eine sehr schweißtreibende Arbeit war.
In der Woche nach Pfingsten
beginnt der Steinmetz mit dem Einmeißeln der Namen aller Gefallenen und
Vermissten des 2.Weltkrieges, die am Gedenkstein nur aufgemalt und deshalb
bereits ziemlich verblasst sind. Als nächster Arbeitsschritt steht dann die
Vergoldung der Buchstaben an. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind,
sollen junge Bodendecker und ein neues Blumenbeet angepflanzt werden.
Schließlich werden die beiden Wege neu aufgekiest.
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