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Sallach, im Tal der Kleinen Laber |
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02.
März 2012
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In der Spielszene wurde von Silvia Scherzer, Anita Brand, Cilli Artmann und Bettina Kramschuster das Titelbild „Steht auf für Gerechtigkeit“ durch wortlose Darstellung verdeutlicht |


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Lichtspuren legte Elfriede Flerus symbolisch durch das Anzünden |
Eine „schwere Geburt“ war die Neuwahl des KDFB-Vorstandes am Dienstagabend, die dem Referat der Diözesanvorsitzenden Elisabeth Popp im Gasthaus Zierer folgte. Silvia Scherzer ließ sich nun doch noch mal zur Vorsitzenden wählen. Zu ihrer Stellvertreterin wurde Helene Strasser gewählt. Das Amt der Schriftführerin bekleidet nun Anita Brand und Bettina Kramschuster blieb Schatzmeisterin. Als neuer Geistlicher Beirat steht Dekan und Stadtpfarrer Josef Ofenbeck dem Frauenbund zur Seite. Als ein Zeichen dafür, dass vielen Sallacher KDFB-Mitgliedern die Zukunft des Frauenbundes am Herzen liegt, wertete Diözesanvorsitzende Elisabeth Popp, die für diesen Abend aus Cham angereist war, die Anwesenheit von 33 Mitgliedern. Nachdem der KDFB Sallach seit der Jahresversammlung im Juli ohne amtierenden Vorstand bestand, betonte die Leiterin des Diözesanverbandes, dass ein Verein oder Verband ohne Führung nicht bestehen könne. In ihrem Kurzreferat legte sie dar, was der Frauenbund eigentlich ist und erzählte wissenswertes über die Entstehung und Geschichte dieses Zusammenschlusses von Frauen, der 1903 in Köln gegründet wurde. Sehr aufschlussreich war ihr Überblick über die Aufgaben und Ziele sowie über die Struktur des Verbandes. Elisabeth Popp legte den interessierten Zuhörerinnen auch das Engagement des KDFB von den Orts- und Bezirksverbänden über den Diözesanverband bis hin zum Landes- und Bundesverband dar und beschrieb die umfangreichen Angebote des KDFB, von denen jede Frau profitieren könne. Weil eine größere Gemeinschaft mehr bewegen kann als Einzelne, kann die Vernetzung von Frauen deren Interessen und Anliegen auf allen Ebenen einbringen. So kann der KDFB mit bundesweit 220000 Mitgliedern als „Sprachrohr“ Fraueninteressen an entscheidenden Stellen in Gesellschaft, Politik und Kirche Gewicht geben und hier vieles erreichen. Auf den Diözesanverband eingehend legte Diözesanvorsitzende Popp die Unterstützung dar, die ihr Verband den Bezirks- und Ortsverbänden bietet. Als große Gemeinschaft könne er Unterstützung in rechtlichen und organisatorischen Fragen geben, Arbeitshilfen und –materialien zur Verfügung stellen sowie Führungskräfteschulungen anbieten. Also müsse kein Mitglied in den Zweigvereinen Angst davor haben, in Führungsrollen ohne Hilfen dazustehen. Als die vier tragenden Säulen des KDFB stellte Elisabeth Popp die Bereiche: Bildung, Engagement, Spiritualität und Pflege der Gemeinschaft dar. Sie wies dabei auf das umfangreiche Bildungsprogramm hin, das Diözesan- und Landesverband für jedes Mitglied kostengünstig anbietet. „Dazugehören lohnt sich, denn in der Gruppe feiern, leben, lachen und lernen, macht Spaß“, war ihr abschließendes Fazit. Mit kräftigem Willkommensapplaus wurde Dekan und Stadtpfarrer Josef Ofenbeck begrüßt, der aufgrund eines vorhergehenden Termins später dazu kam. Er betonte vor dem Wahlakt, dass der Frauenbund aus der Gemeinde nicht wegzudenken sei und dass jede einzelne Frau als Kostbarkeit und somit als Perle zu sehen sei. Mit der Geschichte „Die sieben Stäbe“ verwies er auf das Band der Eintracht, das stark mache und zeige, dass jeder Einzelne wichtig ist. Seit 1989 die junge Frauenbundgemeinschaft in Sallach gegründet wurde, war sie mit ihrer Dynamik eine Stütze im Ort, lobte Stadtpfarrer Ofenbeck. Er sprach allen ein herzliches Vergelt’s Gott für die bisherige Führungsarbeit aus und ermunterte zu kandidieren. Nach längeren Erörterungen verschiedener Kandidaten-Konstellationen konnte sich die vorhergehende Vorsitzende Silvia Scherzer dazu durchringen, doch noch mal als Vorsitzende für zwei Jahre zu kandidieren. So konnte sie als 1. Vorsitzende gewählt werden. Helene Strasser, die vorher für ein Führungsteam plädiert hatte, um die Lasten auf mehrere Schultern zu verteilen, wurde zur zweiten Vorsitzenden gewählt. In das Amt der Schriftführerin ließ sich Anita Brand wählen und Bettina Kramschuster wurde im Amt der Schatzmeisterin bestätigt. Zu Kassenprüferinnen wurden wieder Edith Brand und Birgit Weinzierl bestimmt. Als Verbraucherschutzbeauftragte konnte Elfriede Flerus wieder gewählt werden und als Landfrauendelegierte steht nun Cilli Artmann zur Verfügung. Stadtpfarrer Ofenbeck wurde darum gebeten, das Amt des Geistlichen Beirates zu übernehmen, das seit dem Tod von Pfarrer Wolfgang Mandl vakant war. Zur Freude der Anwesenden nahm er diese Aufgabe gerne an.
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Geistlicher Beirat Josef Ofenbeck (rechts) und Diözesan-vorsitzende
Elisabeth Popp (links) mit den neu gewählten: Vorsitzende Silvia
Scherzer (3. v. re.), Stellvertreterin Helene Strasser (4. v. links),
Schriftführerin Anita Brand, (3. v. links), Schatzmeisterin Bettina
Kramschuster (4. v. rechts), VSB-Beauftragte Elfriede Flerus (2. v.
rechts) |
Ein gut besuchter gemeinsamer Gottesdienst führte die Mitglieder des KDFB am Dienstagabend vor ihrer Jahresversammlung in der Pfarrkirche zusammen, um dem Herrn für das abgelaufene Frauenbundjahr zu danken und der verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Pfarrer Claus Jendrysik dankte am Ende dieses Gottesdienstes vor allem den Vorstandsfrauen für ihr wertvolles Engagement in Kirche und Welt. Im Blick auf die anstehenden Neuwahlen merkte er an, dass jedes übertragene Amt bedeute, Verantwortung zu übernehmen, die nicht selten auch mit Lasten verbunden ist. Doch wenn man versuche, diese Lasten auf viele Schultern zu verteilen, wiegen sie nicht mehr so schwer und seien leichter zu bewältigen. Mit den besten Wünschen für einen weiteren Schritt in die Zukunft des Frauenbundes ermutigte er die Frauen für ihre Jahresversammlung. Vorsitzende Silvia Scherzer konnte beim anschließenden Treffen im Gasthaus Zierer eine große Anzahl von Mitgliedern, allen voran als Gast die Bezirksvorsitzenden Marianne Stadler, begrüßen. Nicht ohne Stolz wies sie darauf hin, dass der Frauenbund auch im vergangenen Jahr wieder ein vielseitiges Programm bieten konnte und durch vielerlei Aktivitäten Erlöse erwirtschaftete, die großzügiges Spenden ermöglichten. Schriftführerin Elisabeth Trost konnte das bei ihrem anschließenden Jahresrückblick bekräftigen, indem sie die einzelnen Aktivitäten Revue passieren ließ: Freude bereiteten den Mitgliedern die „Verblühenden Schönheiten“, die bei der Jahresversammlung 2010 auftraten. Eine Radtour mit Einkehr, Ein meditativer Spaziergang mit fünf Stationen, ein Vortrag über ganzheitliches Gedächtnistraining, ein Teeseminar, die adventliche Feierstunde mit dem Thema „Gott Raum geben“ und ein Bastelabend, bei dem Rosenblüten aus Ton gefertigt wurden, standen ebenso auf dem Programm wie der große Frauenfasching mit vielfältigem Programm. Des weiteren gab es einen Vortrag mit dem Thema „Im Sakrament Gott begegnen“, das Fastenessen mit Verkauf von „Eine-Welt-Waren“, einen Abend bei dem Filz-Ostereier gefertigt wurden, die Maiandacht mit anschließendem Grillfest im Pfarrheim und den gut besuchten Vortragsabend mit dem Thema „Gut leben, statt immer mehr haben“. Daneben wurden von Mitgliedern, bzw. vom Vorstand, die Sternwallfahrt der gesamten Diözese in Regensburg, die Bezirkskonferenz in Mallersdorf, der Weltgebetstag in Hadersbach, der Bezirkskreuzweg in Sünching, die Bezirksmaiandacht in Ascholtshausen und die Bezirkswallfahrt von Bayerbach nach Gerabach, besucht. Kassenführerin Bettina Kramschuster belegte bei ihrem Kassenbericht die Einnahmen und Ausgaben des abgelaufenen Vereinsjahres anhand ihrer Zahlen und gab Aufschluss darüber, dass eine Spende an das Viktriziusheim in Bonbruck übergeben wurde, der Erlös des Fastenessens wieder an die Seelsorgeschwestern in Caraveli (Peru) ging, für das neue Pfarrheim ein LCD-Fernseher und ein Grill aus der Kasse des Frauenbundes finanziert werden konnten und schließlich eine größere Spende für den Blumenschmuck in der Pfarrkirche zur Verfügung gestellt wurde. Nach der daraufhin einstimmig gewährten Entlastung des Vorstandes dankte Vorsitzende Silvia Scherzer ihren Vorstandskolleginnen und einigen Frauen, die regelmäßige Dienste leisten, mit Blumengeschenken für ihre Mitarbeit und Unterstützung. Zum Bedauern der Mitglieder wies sie darauf hin, dass nach acht Jahren nun ihre Zeit im Amt der Vorsitzenden abgelaufen sei. Gerne sei sie Vorsitzende gewesen und habe in dieses Amt nicht nur Zeit und Kraft investiert, sondern daraus auch vieles gelernt und zurück bekommen. So sei zum Beispiel ihr Auftreten heute viel selbstbewusster und mutiger als vor Beginn ihrer Amtszeit. Anita Brand übernahm dann als Stellvertretende Vorsitzende das Wort und dankte im Namen aller Anwesenden der bisherigen „Vereins-Chefin“ mit herzlichen Worten ehe sie ihr ein Dankgeschenk überreichte und dabei von lang anhaltendem Beifall begleitet wurde. Bezirksvorsitzende Marianne Stadler, die die Neuwahl des Vorstandes leiten sollte, führte mit der Meditation „Es begleitet dich Gottes Engel“ in den zweiten Teil der Versammlung ein. Sie versäumte es nicht, den Sallacher Vorstands-Frauen, allen voran ihrer Vorsitzenden, zu danken. Erst letzte Woche konnte sie vom Erfolg Sallachs beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ lesen. Ihr Wunsch sei deshalb, dass es auch heißt: „Unser Frauenbund hat Zukunft“. Leider ließ sich trotz der ermutigenden Worte von außen keine Kandidatin finden, die es sich zutraute, sich in das Amt der Vorsitzenden wählen zu lassen. So kam es schließlich dazu, dass man an diesem Abend von einer Neuwahl absah und die Ämter des Frauenbundes bis auf weiteres ruhen. Im Herbst wird dann auf’s Neue versucht, im Frauenbund durch eine Wahl wieder eine komplette Vorstandschaft zustande zu bringen, damit die KDFB-Gruppe Sallach wieder handlungsfähig wird.
„Gut leben, statt immer mehr haben“ lautete das
Thema, zu dem Bildungsreferent Bernhard Suttner aus Windberg den Frauen am
Dienstagabend im Gasthaus Zierer wertvolle Denkanstöße gab. KDFB-Vorsitzende
Silvia Scherzer freute sich bei ihrer Begrüßung über die große Anzahl
interessierter Frauen, die ihrer Einladung zu diesem Vortragsabend gefolgt
waren. Einführend in die Thematik fragte der Referent, was im Vordergrund steht,
wenn man sich richtig gut fühlt. Die Frauen stimmten ihm zu, dass das sicher
nicht die materiellen Dinge sind. Wohlstand ist mehr als materieller Wohlstand,
gab er daraufhin zu bedenken. Ein gutes Leben zu führen, heißt nicht in „Saus
und Braus zu leben“, sondern auf drei Säulen zu bauen. Diese sind neben dem
materiellen Wohlstand der Zeitwohlstand und der Beziehungswohlstand. Wenn man
nur darauf bedacht ist, immer mehr Güter anzuhäufen, bedeute dieses Mehr haben
nicht, wirklichen Wohlstand zu haben. Über Jahrtausende hinweg haben sämtliche
Religionsstifter vor übertriebenem Materialismus gewarnt. Auch der Volksmund
kennt Redensarten, die aussagen, dass ein zu viel an Geld und Macht die
Charaktereigenschaften schwächen. „Wirklich gut geht es nämlich dem, der gibt
und nicht dem, der rafft“, versicherte der Referent. Wir müssen uns heute
dringend die Frage stellen, ob wir so leben, dass einst auch unsere Enkel und
Urenkel noch gut leben können. Denn Studien sagen aus, dass die Klimaerwärmung
aufgrund von Umweltverschmutzung und der Raubbau an den Ressourcen dieser Welt
in wenigen Jahrzehnten zur Katastrophe führt, wenn nicht ein Umdenken und eine
entsprechende Umorientierung der Menschen stattfindet. Das sollte uns Motivation
sein, alles Materielle kritischer zu sehen und mit unserem Konsumverhalten den
klimatischen Veränderungen entgegen zu wirken. Studien sagen aus, dass Hunger,
Krankheit und Kriege auf der Welt nicht weniger werden, sondern dass in Zukunft
aufgrund von Umweltzerstörung und Umweltkatastrophen viel mehr Menschen darunter
leiden müssen. Das hat auch mit unserem Lebensstil zu tun, gab Bernhard Suttner
zu bedenken. „Wir alle tragen Verantwortung für unseren Planeten Erde“.
Um Veränderungen herbeizuführen
gab er folgende Empfehlungen weiter: Wir müssen aufhören, Überflüssiges zu
kaufen. Bei unseren Einkäufen sollten wir auf faire Produkte achten. Hier muss
der Gedanke des fairen Umgangs in die Wirtschaft eingebracht werden, denn diese
darf nicht von Ausbeutung profitieren. Als weiteres hilft eine Regionalisierung
des Einkaufs- und Urlaubsverhaltens der Klimakatastrophe entgegen zu wirken.
Denn kurze Wege helfen Rohstoffe einzusparen und den CO2-Ausstoß
wesentlich zu verringern. Weitere Empfehlungen Suttners lauteten: Beim Einkauf
auf Qualität achten, Materialien pfleglich zu behandeln und reparieren zu lassen
statt zu entsorgen. Den Fleischkonsum deutlich zu reduzieren, denn weniger
Fleisch zu produzieren bedeute ebenfalls Klimaschutz. Notwendig ist es zudem,
verdrängte Arbeit (zuwendende Familienarbeit) wieder zu leisten und die
Erwerbsarbeit zu reduzieren. Als letzten Punkt sprach der Referent die
gemeinsame Nutzung von teuren Maschinen und Fahrzeugen an. Fahrgemeinschaften zu
bilden oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen schonen nicht nur Geldbeutel
und Umwelt, sondern sind auch Erfahrungen, die Gemeinschaft bringen, so das
abschließende Fazit des Referenten.

Eine Muttertagsfeier der besonderen Art bot der
Frauenbund Sallach allen Mitgliedern am Dienstagabend. Sie begann um 19 Uhr mit
einer Maiandacht, die Kaplan Armin Maierhofer am reich geschmückten Marienaltar
der Pfarrkirche mit vielen Pfarrangehörigen feierte. Der Kirchenchor unter
Leitung von Manfred Plomer gab dieser Marienfeier mit ausdrucksvollen Liedern
eine besondere Note. Anschließend lud die Vorstandschaft alle Frauen ins
Pfarrheim zu einer Grillfeier ein. Vorsitzende Silvia Scherzer warb zu Beginn
für die in nächster Zeit anstehenden Veranstaltungen des KDFB. Hier empfahl sie
besonders den Vortragsabend mit Bernhard Suttner am 7.6 zum Thema „Gut leben,
statt immer mehr haben“ und die Bezirkswallfahrt am 7.7. Für die
Jahreshauptversammlung, die auf Dienstag, den 19.7. verschoben wird, bat sie die
Frauen, sich über Kandidatinnen für die anstehende Neuwahl Gedanken zu machen.
Danach lud sie die Gäste zu einer kurzen Traumreise ein, die mit der Eröffnung
eines von den Vorstandsfrauen vorzüglich zubereiteten Salatbuffets endete.
Grillmeister Wolfgang Brand lieferte dazu die entsprechenden Grillschmankerl,
die sich die Frauen bei gemütlicher Unterhaltung auf der Pfarrheimterrasse
schmecken lassen konnten. Zum krönenden Abschluss wurden sie auch noch mit einem
Eisbuffet verwöhnt.

Der Katholische Frauenbund Sallach lud am Sonntag nach dem extra später stattfindenden Gottesdienst die Pfarrangehörigen wieder in den Saal des Gasthauses Zierer zum Fastenessen ein. KDFB-Vorsitzende Silvia Scherzer zeigte sich bei ihrer Begrüßung erfreut darüber, dass auch dieses Jahr wieder so viele Pfarrangehörige mit ihrer Teilnahme am Fastenessen ein Zeichen setzen, dass ihnen die Not der Menschen in armen Ländern nicht gleichgültig ist. Denn mit dem Erlös des Essens können auch dieses Jahr die Seelsorgeschwestern in Peru unterstützt werden, die in diesem Land unter schwierigsten Bedingungen l für das körperliche wie auch für das geistige und seelische Wohlbefinden ihrer Schützlinge sorgen. Da Kartoffeln und Zwiebeln für die Suppe und das dazu gereichte Brot, wie immer, gespendet worden waren und die wohlschmeckende Suppe durch freiwillige Helfer unentgeltlich zubereitet wurde, konnten die Einnahmen für dieses Fastenessen in voller Höhe weitergeleitet werden. So galt der Dank der Vorsitzenden allen Spendern und Helferinnen. Hier vor allem Gertraud Eichinger für die Zubereitung der schmackhaften Kartoffelsuppe. Auch der zusätzliche Verkauf von „Eine-Welt-Waren“, der ebenfalls vom KDFB organisiert worden war, wurde gut angenommen. Die Erzeuger dieser Waren können hier durch das Erzielen fairer Preise ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten und so dass sie von fremder Hilfe unabhängig für ihre Familien zu sorgen können.
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| KDFB-Vorsitzende Silvia Scherzer heißt die vielen Gäste willkommen zum Fastenessen | Gut angenommen wurde auch der Verkauf von Eine-Welt-Waren |
Zu einem Vortrag mit dem Thema „Gott erfahren in menschlichen Zeichen – die Sakramente“ hatte der Katholische Frauenbund Bildungsreferentin Birgit Pfaller vom Diözesanverband des KDFB eingeladen. Diese legte zunächst die Bedeutung von Zeichen und Symbolen dar: „Ein Ehering ist für die Eheleute viel mehr wert als das Material, aus dem er gemacht ist, und ein Rosenstrauß, geschenkt mit lieben Worten, rührt das Herz an.“ So erinnern Symbole an Wahrheiten, die nicht sichtbar sind, wie Liebe, Treue, Vertrauen. Wenn also bei den kirchlichen Sakramenten Zeichen verwendet werden, sei der Mensch nicht nur über den Verstand angesprochen, sondern auch über die Sinne und das Gefühl. „Gott will, dass wir seine Liebe spüren, begreifen, an unserem Leib erfahren können. So bleibt Gott, wie es in einem Lied heißt, „in menschlichen Gebärden den Menschen nah,“ sagte Birgit Pfaller. Dann stellte sie die Symbole und Handlungen bei den einzelnen Sakramenten dar und erläuterte ihre Bedeutung. „Wenn ich jemandem die Hand auflege, auf den Kopf oder die Schulter, sage ich damit: Du gehörst zu mir, ich beschütze dich, ich schaue auf dich, ich will dich trösten und dir Mut machen.“ Genau so sei die Handauflegung zu deuten, die bei der Spendung von Taufe, Firmung, Priesterweihe, Krankensalbung und – in verkürzter Weise – beim Bußsakrament erfolgt. Gott sage mit diesem Zeichen: Ich nehme dich, Mensch, an, ich sorge für dich, ich stärke dich. Auch die Salbung sei ein sprechendes Zeichen bei mehreren Sakramenten: Sie mache die Würde des Menschen als Kind Gottes deutlich, die Stärkung zu dem Auftrag, mit dem eigenen Leben Gottes Liebe und Größe zu bezeugen, und auch die Heilung an Leib und Seele, die Gott schenkt. Das Wasser der Taufe sei Zeichen für Reinigung, Erfrischung und Lebenskraft. So solle das Weihwasser ein Leben lang an die Gaben Gottes erinnern, die dem Menschen in der Taufe mitgegeben wurden und die ihn immer wieder neu stärken und aufrichten können. Vertieft wurden diese Gedanken mit dem gemeinsam gehörten Lied „Ja weil Gott meinen Namen kennt, mich sein Kind, seine Freude nennt, darf ich leben in seiner Liebe, darf ich leben in seinem Licht.“ Auch die Bedeutung der Zeichen der Eucharistie, Brot und Wein, stellte die Referentin dar: Brot ist Leben, Nahrung, die den Leib stärkt und erhält. Wein ist ein Getränk der festlichen Freude. In Brot und Wein sei außerdem die Erfahrung enthalten, dass aus dem Tod, aus dem Sich-Verschenken, neues Leben entsteht, wenn das Weizenkorn im Boden sich auflöst um neue Körner zu nähren und wenn die Weintrauben zerstört werden um den Saft zu gewinnen. So enthielten die Symbole Brot und Wein den Hinweis auf die sich verschenkende Liebe Jesu Christi, aus der den Menschen Leben und Hoffnung zuwächst. Zum Sakrament der Eucharistie gehöre auch das Essen des Lebensbrotes, also das In-Sich-Aufnehmen der geschenkten Liebe, aus der die Menschen dann leben und Liebe weiter schenken können. Ein weiterer Liedtext bekräftigte diese Gedanken: „Eingeladen zum Fest des Lebens wird die Freude in uns weit: Großes ist für uns bereit!“ Dies vor allem habe sie in ihren Ausführungen zu den Sakramenten deutlich machen wollen, sagte die Referentin abschließend, dass Großes uns Menschen geschenkt und anvertraut ist in diesen Zeichen, die uns die Gegenwart und die Liebe Gottes zusagen. „Sakramente sind keine Pflichtübungen, die wir absolvieren müssen, sondern Geschenke des gütigen Gottes, in denen wir Leben, Kraft, Trost und Hilfe finden, wenn wir sie nur annehmen.“ Nicht nur mit herzlichen Worten des Dankes, sondern auch mit einem Blumengeschenk als Zeichen der Dankbarkeit für die so lebendig beschriebenen Zeichen Gottes in den Sakramenten ließ KDFB-Vorsitzende Silvia Scherzer der sehr geschätzten Referentin aus der „Nachbarschaft“ Anerkennung zuteil werden. Mit anhaltendem Beifall der Zuhörerinnen wurde diese Geste bekräftigt.
Seit Jahren schon erweist
sich Sallach als eine der Faschingshochburgen im Labertal. Diesem Ruf machte
auch der diesjährige Frauenfasching, der am Freitagabend im Saal des Gasthauses
Zierer stattfand, wieder alle Ehre. Konnte doch KDFB-Vorsitzende Silvia Scherzer
nicht nur die Sallacher Damenwelt begrüßen, sondern auch eine große Anzahl
kostümierter Gruppen aus vielen umliegenden Orten.
Mit der Verpflichtung der Alleinunterhalterin Simone hatte der KDFB-Vorstand
wieder ins Schwarze getroffen. Sie sorgte nämlich mit ihrer abwechslungsreichen
Musik dafür, dass die fantasievoll gekleideten Frauen eifrig das Tanzbein
schwangen. Beim Maskenreigen wurden die Gruppen von Außerirdischen,
Zigeunerinnen, Piraten, Hippies, Punks, Vampiren, Charleston-Damen,
Malkastenfarben, Hexen, Hühnern, einer „Sackbande“ und vielem anderen mehr, für
ihre Ideenvielfalt mit Torten und Krapfen belohnt. Für Abwechslung in den
Tanzpausen sorgten natürlich wieder die Sallacher Frauen mit ihren Künsten.
Waltraud Korber, Anne Strasser, Angela Kulzer, Edith Brand und Birgit Weinzierl
warteten mit Moritaten über die Männer auf. In urigem Hausfrauen-Outfit erzählte
dann Edith Brand als „Oma Käthe“ in treuherziger Weise über die witzigsten
Begebenheiten in ihrem Leben und über so manches eheliche Missverständnis.
Anspruchsvollster Höhepunkt des Abendprogrammes war der Auftritt des
SV-Faschingsteams mit Ausschnitten aus dem Musical „Rocky horror picture show“.
Unter Leitung des Stadtrates und SV-Vorsitzenden Wolfgang Bäuml spielten und
tanzten sie wie die Profis und begeisterten auch mit ihren originalgetreuen
Kostümen. Die Sallacher „Dream boys“ (Birgit Weinzierl, Elfriede Kerscher,
Waltraud Korber und Gabriele Weinzierl) verstanden es als abschließenden
Programmpunkt die Lachmuskeln der Zuschauerinnen kräftig zu strapazieren. Eine
von den Vorstandsfrauen aufgebaute reichhaltig bestückte Tombola lockte die
Frauen, ihr Losglück zu versuchen und sorgte zugleich für eine Aufbesserung der
Vereinskasse.


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